Es kommen immer mehr schreckliche Details zum Selbstmord von Gerwald Claus-Brunner und die entsprechenden Zusammenhänge ans Licht. Neben dem toten Piraten-Politiker wurde noch eine zweite männliche Leiche gefunden. Der Mann wurde offenbar von Claus-Brunner getötet, woraufhin dieser Suizid beging. Nun kommt heraus: Er soll zuvor sogar ein schriftliches Geständnis verschickt haben.

Gerwald Claus-Brunner
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Gerwald Claus-Brunner

Wie der Spiegel aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, habe der Politiker die Tötung des Mannes schriftlich gestanden. Er soll vor seinem Selbstmord einen Brief an einen Fraktionskollegen geschickt haben, in dem er sein Geständnis abgelegt habe. Claus-Brunner soll dem getöteten Mann Avancen gemacht haben, auf die dieser aber nicht einging. Er soll gegen den Politiker sogar Stalkingvorwürfe erhoben haben. Durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper soll das 29-jährige Opfer gestorben sein.

Gerwald Claus-Brunner im Berliner Parlament
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Gerwald Claus-Brunner im Berliner Parlament

Ob die Angaben tatsächlich stimmen, dass Claus-Brunner den Leichnam noch 15 Kilometer mit einer Sackkarre durch Berlin geschoben haben soll, wollte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen. Das Todesopfer sei aber definitiv in einer Wohnung im Bezirk Gesundbrunnen ums Leben gekommen und in der Wohnung des Politikers im Stadtteil Steglitz aufgefunden worden.

Gerwald Claus-Brunner beim Landesparteitag der Berliner Piratenpartei
ActionPress / Kietzmann,Björn
Gerwald Claus-Brunner beim Landesparteitag der Berliner Piratenpartei