Laut Bild ist Schauspieler Manfred Krug (79) verstorben. Trotz Schriftsteller- und Musiker-Karriere wird der Wahl-Berliner den Fans wohl vor allem für seine Rolle als Rechtsanwalt Robert Liebling in der ARD-Sendung "Liebling Kreuzberg" im Gedächntnis bleiben. Um ihn trauert eine ganze Nation! Über die Todesursache ist bislang nichts bekannt.

Manfred Krug, Schauspieler
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Manfred Krug, Schauspieler

Manfred Krug wurde 1937 in Duisburg geboren. Nach dem Krieg und der Scheidung seiner Eltern zog er in die ehemalige DDR und absolvierte eine Lehre als Stahlschmelzer. Schon damals zeigte sich Manfreds Drang, nie stillzustehen. Denn gleichzeitig besuchte er die Abendschule und machte Abitur. Der Mann mit der markanten Narbe auf der Stirn, die von einem Arbeitsunfall im Stahlwerk herrührt, machte anschließend erste Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Er begann ein Schauspielstudium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Obwohl er die Ausbildung abbrechen musste, blieb er dem Theater weiterhin treu.

Manfred Krug bei einer Preisverleihung in Wien 2006
CONTRAST / ActionPress
Manfred Krug bei einer Preisverleihung in Wien 2006

Ab 1957 folgten die ersten Rollen vor der Kamera – darüber hinaus strebte er eine zweite Karriere als Jazz-Sänger an. 1977 verließ er Ost-Berlin wegen eines Teilberufsverbots. Lange wurde er von der Staatssicherheit überwacht, was er 20 Jahre später in seinem Buch "Abgehauen" verarbeitete. Manfred zog später in den Berliner Stadtteil Schöneberg. Seine Karriere kam dann auch im Westen in Schwung. "Liebling Kreuzberg", Tatort, CDs mit Tochter Fanny Krug (46), weitere Bücher und eine Tätigkeit als Synchronsprecher folgten: Manfred war ein Multi-Talent, das von einer ganzen Nation geliebt wurde!

Schauspieler Manfred Krug
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Schauspieler Manfred Krug

Manfred war 53 Jahre lang mit seiner Frau Ottilie verheiratet. Nach drei gemeinsamen Kindern ging das Paar offen mit der Geburt von Manfreds unehelicher Tochter 1998 um: "Was glauben Sie, wie viele uneheliche Kinder es auf der Welt gibt, deren Dasein nichts am Fortbestehen irgendwelcher Ehen geändert hat", gab das Paar damals gegenüber Bild an. "Meine Frau Otti und ich haben alle Kinder lieb, eheliche wie uneheliche", hieß es in dem Statement, schließlich kämen alle Kinder "letztlich von Gott".