Neurologische Stimmstörung der "Wir sind Helden"-Sängerin
Judith Holofernes (49) hat sich kürzlich im ZDF-Magazin "Volle Kanne" offen zu ihrer Erkrankung geäußert und ein Comeback mit "Wir sind Helden" ausgeschlossen. Die 49-Jährige erklärte gegenüber Moderatorin Nadine Krüger, dass sie seit acht Jahren nicht mehr singen könne. "Ich kann nicht mehr mit meiner Stimme arbeiten", sagte die Sängerin und machte deutlich, dass sie so bald nicht mehr bei großen Festivals wie Rock am Ring auf der Bühne stehen werde. Auch auf TikTok sprach Judith über ihr Schicksal und verriet, dass eine schwere Erkrankung im Jahr 2017 ihr Leben komplett verändert habe.
Hintergrund ihrer gesundheitlichen Probleme ist vermutlich eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis, die Judith 2017 schwer traf. Die Ursachen wurden nie vollständig geklärt, doch im selben Jahr entwickelte die Musikerin eine wahrscheinlich neurologische Stimmstörung, die bis heute anhält. Ihre Solo-Karriere, die sie nach der Pause von "Wir sind Helden" aufgebaut und sehr geliebt hatte, musste sie deshalb abbrechen. Die zweite Tour zu ihrem zweiten Soloalbum konnte sie nicht mehr wie geplant spielen. "Das war sehr traurig", erinnerte sich die gebürtige Berlinerin. Inzwischen habe sie aber eine "halbwegs" entspannte Haltung zu ihrem Handicap gefunden.
Beschäftigungslos ist Judith dennoch nicht. "Gott sei Dank kann ich schreiben und habe damit auch so viel Spaß", betonte sie bei Volle Kanne. Die zweifache Mutter und praktizierende Buddhistin finanziert ihre kreative Arbeit mittlerweile hauptsächlich durch Crowdfunding. Sie produziert Podcasts, schreibt Essays und gestaltet Postkarten sowie Artworks für ihre Unterstützer, die ihr monatlich zwischen drei Euro und höheren Beträgen spenden. Außerdem ist Judith mittlerweile Bestseller-Autorin. Ihr autobiografisches Buch "Hummelhirn" über ihre Familie und ihre Kindheit mit ADHS in den 70er-Jahren erschien kürzlich. Die ADHS-Diagnose erhielt sie allerdings erst mit Mitte 40.







