Claus von Bülow (✝92) ist am vergangenen Wochenende verstorben. Der Brite mit deutsch-dänischen Wurzeln erlangte in den achtziger Jahren weltweite Berühmtheit: Er war wegen zweifachen Mordversuchs an seiner Frau Sunny von Bülow angeklagt – und schließlich freigesprochen worden. Mit 92 Jahren starb der studierte Rechtswissenschaftler und persönliche Assistent des Öl-Magnaten J. Paul Getty in London. Zu den Todesumständen gibt es bisher keine genauen Informationen.

Wie TMZ nun zusammenfasste, war Claus von Bülows Fall einer der aufsehenerregendsten Prozesse des 20. Jahrhunderts. Vor Gericht stand er damals, weil ihm vorgeworfen wurde, seiner wohlhabenden Gattin absichtlich Insulin injiziert zu haben. Dadurch sei sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 in ein 28 Jahre andauerndes Koma gefallen. Das vermeintliche Motiv: Er habe Sunnys Vermögen erben und die Beziehung zu einer Geliebten fortsetzen wollen. Verurteilt wurde von Bülow zu insgesamt 30 Jahren Gefängnis. Im Jahr 1985 ging er jedoch in Berufung und wurde aufgrund von angeblich illegal beschlagnahmten Beweismitteln freigesprochen.

Der Prozess traf auf derart großes Interesse in der US-amerikanischen Bevölkerung, dass von Bülows Leben 1990 sogar verfilmt wurde. Glenn Close (72) übernahm den Part der Sunny in "Die Affäre der Sunny von B.", während der Angeklagte von Jeremy Irons (70) verkörpert wurde. Für seine schauspielerische Leistung erhielt der Hollywood-Star einen Oscar für die beste männliche Hauptrolle.

Claus von Bülow im Jahr 1985Getty Images
Claus von Bülow im Jahr 1985
Claus von Bülow bei einer Pressekonferenz im April 1985Getty Images
Claus von Bülow bei einer Pressekonferenz im April 1985
Jeremy Irons und Glenn Close als Claus und Sunny von Bülow in "Die Affäre der Sunny B."ActionPress / United Archives GmbH
Jeremy Irons und Glenn Close als Claus und Sunny von Bülow in "Die Affäre der Sunny B."


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