War Prinz Andrews (59) TV-Interview ein Fehler? Das FBI ermittelt seit Monaten gegen den zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. (93) und dessen mutmaßliche Verwicklung in den Sex-Skandal von Milliardär Jeffrey Epstein (✝66). Zunächst hatte sich nur der Buckingham Palace zu diesen Gerüchten geäußert und sie vehement dementiert. Am Sonntag hat Andrew selbst Stellung bezogen und einer BBC-Reporterin Rede und Antwort gestanden. Experten glauben, dass dieser Schritt ein PR-Desaster gewesen sei.

Anwalt Mark Howard ist Spezialist für Medienrecht und hatte unter anderem Prinzessin Dianas (✝36) Ex-Liebhaber James Hewitt (61) vertreten. Er hätte Andrew definitiv abgeraten, sich öffentlich zu dem Skandal zu äußern. "Diese Strategie funktioniert nur, wenn Sie eine vollständige Antwort auf jede mögliche Frage haben und hier gab es zu viele offene Fragen", betonte er gegenüber The Guardian. Als Zeuge in dem Fall hätte der Prinz schweigen und sich auf diplomatische Immunität berufen sollen. Durch die Stellungnahme im Fernsehen habe er auf seine Privatsphäre verzichtet.

Auch der britische PR-Experte Mark Borkowski glaubt, dass Andrew mit dem Interview nur noch mehr Aufmerksamkeit auf den Skandal und seine mögliche Beteiligung gelenkt habe. Seiner Meinung nach hätte er sich weiterhin bedeckt halten sollen. "Ich habe nie etwas derartig Desaströses gesehen. Es ist das perfekte Negativ-Beispiel für jeden PR-Studenten. Es war, als würde man einen Mann im Treibsand versinken sehen und ich fürchte, niemand hätte ihm ein Seil zugeworfen, um ihn rauszuholen", meinte der 60-Jährige.

Queen Elizabeth II. und Prinz Andrew, 2019
Getty Images
Queen Elizabeth II. und Prinz Andrew, 2019
Prinz Andrew im August 2019
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Prinz Andrew im August 2019
Prinz Andrew, Juli 2019
Ian Forsyth/Getty Images
Prinz Andrew, Juli 2019
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Ja, so lenkt er nur noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema.


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