Thomas Hitzlsperger (38) wagte vor sechs Jahren etwas, das sich vor ihm noch kein deutscher Fußballprofi getraut hatte: Er outete sich als schwul. Doch bis er mit diesem privaten Detail an die Öffentlichkeit trat, dauerte es seine Zeit. Erst nach seiner aktiven Fußballkarriere ging er diesen Schritt – und ist rückblickend total happy darüber. Doch was bewegte den Sportler schlussendlich dazu, offen über seine Homosexualität zu sprechen?

"Meine Familie wusste es zu dem Zeitpunkt längst, meine Freunde wussten es. Ich hätte es nicht öffentlich machen müssen", erklärt er im Gespräch mit Bunte. Doch er hätte in der Sportwelt etwas bewegen wollen: "Ich wollte jungen Menschen Mut machen, dass man Profifußballer und schwul sein kann." Viele Menschen würden sich aus Angst verstecken – doch den negativen Gedanken dürfe man nicht zu viel Raum geben. "Bei allen, die über ein öffentliches Coming-out nachdenken, dreht sich alles um die Einschränkungen, die auf sie zukommen könnten", erklärt der 38-Jährige. Doch sein Leben habe es unglaublich bereichert und es seien ihm neue Türen geöffnet worden.

Vor seinem Coming-out hätte sich Thomas allerdings erst mal selbst mit seiner Sexualität auseinandersetzen müssen. "Das ist ein längerer Prozess, sich einzugestehen, homosexuell zu sein", erklärt er. Erst nach der Trennung von seiner Jugendliebe Inga vor 13 Jahren hätte er seine ersten Erfahrungen mit Männern gesammelt.

Thomas Hitzlsperger im Juli 2019 in München
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Thomas Hitzlsperger im Juli 2019 in München
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