"Bring Her Back": Der wohl blutigste Netflix-Film des Jahres
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"Bring Her Back": Der wohl blutigste Netflix-Film des Jahres

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Mit "Bring Her Back" ist auf Netflix gerade ein neuer Horrorfilm gestartet, der selbst hartgesottene Gruselfans an ihre Grenzen bringt. Der Film der "Talk to Me"-Macher Daniel und Michael Phillipou steht seit Kurzem bei dem Streamingdienst bereit und macht dort anderen Genre-Hits Konkurrenz. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Pflegekinder Alex, gespielt von Billy Barratt, und Maya, verkörpert von der sehbeeinträchtigten Newcomerin Sora Wong, die bei Pflegemutter Laura einziehen. In dem einsam gelegenen Haus treffen sie außerdem auf den mysteriösen Oliver – und schnell wird klar, dass in dieser neuen Familie etwas ganz und gar nicht stimmt. Schon jetzt warnen Zuschauer vor heftigen, blutigen Szenen und raten zartbesaiteten Filmfans von einem spontanen Netflix-Abend mit "Bring Her Back" ab.

Der düstere Streifen, der hierzulande ab 18 Jahren freigegeben ist, gilt vielen Fans als der bisher härteste Beitrag der Phillipou-Brüder. Online-Portale heben besonders die kompromisslose Erzählweise hervor, mit der sich die Handlung auf ein schockierendes Finale zubewegt. Auf Rotten Tomatoes kommt "Bring Her Back" aktuell auf starke 89 Prozent bei den Kritiken und 79 Prozent beim Publikum – ein beachtlicher Wert für einen so radikalen Genrebeitrag. In den Kommentaren auf der Plattform ist von "Horror, so wie er sein sollte" die Rede, ein anderer Kommentar feiert das Werk sogar als "den besten Horrorfilm 2025". Viele Zuschauer berichten, dass sie eine bestimmte, extrem brutale Szene nicht mehr aus dem Kopf bekommen und den Film zwar großartig, aber kaum ein zweites Mal erträglich finden.

Im Zentrum von "Bring Her Back" steht neben den Schockmomenten vor allem das zerrüttete Innenleben seiner Figuren. Die Pflegekinder müssen sich nicht nur an ein neues Zuhause gewöhnen, sondern sind auch mit Trauer, Verlust und Unsicherheit konfrontiert. Laut einem viel zitierten Fan-Kommentar zeigt der Film "eine gute Darstellung dessen, wie man in die Dunkelheit abdriften kann, wenn Trauer unüberwindbar scheint. Ein Schmerz, der so tief sitzt, dass er zur Obsession führt. Beunruhigend und blutig." Sally Hawkins (49), die vielen Zuschauern aus Filmen wie "Shape of Water" bekannt ist, verleiht der rätselhaften Pflegemutter Laura dabei eine besonders unheimliche Präsenz. Zusammen mit der intensiven Darstellung von Sora und Billy entsteht so ein Streifen, der sich weniger auf billige Jumpscares verlässt, sondern seine Beklemmung aus den Beziehungen der Figuren und ihren unausgesprochenen Gefühlen zieht.

Danny Philippou und Michael Philippou am Set von "Bring Her Back" (2025) in Los Angeles
Imago
Danny Philippou und Michael Philippou am Set von "Bring Her Back" (2025) in Los Angeles
Das Team von "Bring Her Back" beim AACTA Award in Gold Coast, Februar 2026
Getty Images
Das Team von "Bring Her Back" beim AACTA Award in Gold Coast, Februar 2026
Sally Hawkins und Kyle Chandler in "Godzilla 2"
Sally Hawkins und Kyle Chandler in "Godzilla 2"
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