Die Kontroverse um die Hollywood Foreign Press Association hört nicht auf! Der Zusammenschluss aus Journalisten, der seit 1944 die Golden Globes vergibt, steht seit Wochen wegen mangelnder Vielfalt in der Kritik. Unter den 86 Mitgliedern soll es keine Schwarzen Mitglieder geben. Obwohl die Organisation vor Kurzem seine angestrebten Reformen vorstellte, distanzieren sich immer mehr Promis von der HFPA. Jetzt kündigte der amerikanische TV-Sender NBC an, im kommenden Jahr die Preisverleihung erstmals seit 1996 nicht zu übertragen.

Wie unter anderem Vanity Fair berichtet, schreibt der Sender in einem Statement, dass eine Veränderung dieser Größe viel Zeit und Arbeit koste. "Aus diesem Grund wird NBC die Golden Globes 2022 nicht ausstrahlen. Unter der Annahme, dass die Organisation ihren Plan umsetzt, hoffen wir, dass wir in der Lage sein werden, die Show im Januar 2023 zu übertragen", erklärte NBC am vergangenen Montag.

Zuvor hatten sich vermehrt Berühmtheiten und Preisträger des Golden Globes zu Wort gemeldet. Scarlett Johansson (36) beispielsweise berichtete, dass sie von Mitgliedern der HFPA "sexistische Fragen und Bemerkungen, die an sexuelle Belästigung grenzten", ertragen musste. Mark Ruffalo (53), seinerseits dreifacher Preisträger der Auszeichnung, sagte gegenüber Deadline, dass er nicht stolz oder glücklich über den Award sein könne, solange sich die Organisation nicht bessere. Während Netflix, Amazon und Warner Media ihre Verbindungen zur HFPA abbrachen, soll Mission: Impossible-Star Tom Cruise (58) seine Auszeichnungen sogar an den Ausschuss zurückgesendet haben.

Dakota Fanning bei der Ankündigung der Golden-Globe-Nominierungen
Getty Images
Dakota Fanning bei der Ankündigung der Golden-Globe-Nominierungen
Schauspieler Tom Cruise bei der 57. Golden Globe-Verleihung
Getty Images
Schauspieler Tom Cruise bei der 57. Golden Globe-Verleihung
Scarlett Johansson bei den Golden Globes 2020
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Scarlett Johansson bei den Golden Globes 2020
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