

Rebecca Hall findet: Schönheitswahn zerstört Schauspieler
Rebecca Hall (43) spricht Klartext: Die Schauspielerin hat im Gespräch mit dem Magazin Vanity Fair verraten, warum ausgerechnet Selbstbewusstsein am Set zum echten Showstopper werden kann. "Ehrlich gesagt, Selbstbewusstsein ist Kryptonit für einen Schauspieler", sagt Rebecca und erklärt, dass ständiges Nachdenken über das eigene Aussehen die Arbeit ruiniere. Anlass für die offenen Worte ist ihre neue Sci-Fi-Body-Horror-Serie "The Beauty", in der sie als FBI-Agentin Kara Vaughn gemeinsam mit Evan Peters (38) als Figur Drew Foster einer tödlichen Schönheitskur auf der Spur ist. Gedreht wurde für Ryan Murphy (60), mit an Bord sind Ashton Kutcher (47) sowie weitere prominente Namen. Die Serie spielt in den USA und startet demnächst, ein genauer Termin wurde im Interview nicht genannt.
Das Projekt basiert auf dem gleichnamigen Comic von Jeremy Haun und Jason A. Hurley und dreht sich um ein Wundermittel, das Menschen in optimierte Versionen ihrer selbst verwandelt – mit verheerendem Preis und sexuell übertragener Wirkung. Während Rebecca und Evan als Ermittler das rätselhafte Massensterben und die rasante Verbreitung der "Beauty" untersuchen, sorgen Jeremy Pope und Anthony Ramos (34) im Ensemble für zusätzliche Starpower. Für Glamour-Momente wiederum ist gesorgt: Supermodel Bella Hadid (29) mischt mit, und Popstar Meghan Trainor (32) schaut für einen Gastauftritt vorbei. "Wenn du dauernd daran denkst, wie du aussiehst, wirst du in deinem Job nicht mehr gut", erzählt Rebecca weiter. Genau deshalb habe es sie gereizt, bei einer Show mitzuspielen, die den Schönheitswahn frontal thematisiert.
Rebecca, die in der BBC-Serie "The Listeners" als Lehrerin mit quälenden Geräuschen im Kopf berührte und mit "Vicky Cristina Barcelona" international durchstartete, kennt Druck und Projektionsflächen der Branche seit Jahren. Die Tochter des verstorbenen Regie-Großmeisters Peter Hall und der ebenfalls verstorbenen Opernsängerin Maria Ewing wuchs im Theaterumfeld auf, spricht oft bedacht über Handwerk und Wirkung. Privat hält sich die Britin gern zurück und lässt lieber ihre Rollen sprechen; in Interviews betont sie die Balance zwischen Außenbild und Innenleben. Kolleginnen und Kollegen beschreiben sie als konzentriert und teamorientiert. Auf roten Teppichen bleibt sie gelassen, am Set setzt sie auf Vorbereitung, Ruhe und kurze Wege – ein Gegenentwurf zum Perfektionsrausch, den "The Beauty" so radikal seziert.








