Rätselhafte Umstände: Was geschah mit Ayşegül Eraslan (†27)?
Der Tod von Ayşegül Eraslan erschüttert die Öffentlichkeit, doch vor allem ein Detail sorgt aktuell für Unruhe: Freunde der Influencerin zweifeln offen an der Echtheit eines vermeintlich von ihr stammenden Abschiedsbriefs. Die 27-Jährige wurde am Freitag leblos in ihrer Wohnung im Istanbuler Stadtteil Kağıthane aufgefunden, nachdem sie in ihrer Instagram-Story das Foto eines handgeschriebenen, blutverschmierten Zettels geteilt hatte. Darauf stand: "Ich war jahrelang ein sehr guter Mensch, habe nie jemandem etwas zuleidegetan, aber mein Herz ist gebrochen, und ich komme darüber nicht hinweg. Verzeiht mir. Bitte passt auf meine Hunde auf." Laut der türkischen Zeitung Sözcü lag genau dieser Brief später neben Ayşegül, als ihre Leiche entdeckt wurde.
Für Ayşegüls Umfeld wirft das Schriftstück mehr Fragen auf, als es Antworten liefert. Besonders deutlich äußert sich ihr enger Freund Semih Palanci dazu, der die offizielle Version infrage stellt. "Wir fanden die Handschrift auf dem Zettel verdächtig und meldeten dies der Polizei", schrieb er öffentlich. Für ihn steht ein ganz anderer Verdacht im Raum. "Man wollte es wie einen Suizid aussehen lassen, aber unsere Freundin ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Stoppt endlich die Gewalt gegen Frauen", erklärte er weiter. Brisant sind zudem erste Hinweise aus der Obduktion. Demnach sollen sowohl Schnittverletzungen an den Handgelenken als auch Spuren von Strangulation festgestellt worden sein, was die Zweifel an einem freiwilligen Tod weiter nährt.
Zusätzliche Dynamik erhält der Fall durch Überwachungsaufnahmen, die kurz vor dem Todeszeitpunkt entstanden sein sollen. Darauf ist laut Medienberichten der Schauspieler Sunay Kurtulus zu sehen, wie er Ayşegüls Wohnung mit einem Koffer betritt. In seiner Aussage erklärte er, man habe Tee getrunken und sich unterhalten. Dann habe sie ihm eine scherzhafte Ohrfeige gegeben, woraufhin er gegangen sei. Über seine Anwälte ließ er mitteilen, von Beginn an vollständig mit den Behörden kooperiert zu haben und zum relevanten Zeitpunkt nicht mehr vor Ort gewesen zu sein. Die Influencerin hatte sich als Modedesignerin einen Namen gemacht und über Social Media eine treue Anhängerschaft aufgebaut. Nun laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.





