

Tony Bauer zieht ohne Medizin-Rucksack los
Zwei Jahre nach seinem vorzeitigen Ausstieg bei Let's Dance meldet sich Comedian Tony Bauer (30) mit einem deutlich veränderten Alltag zurück. Der leidenschaftliche Aufsteiger aus Duisburg, der offen über sein Privatleben spricht, leidet am Kurzdarmsyndrom – einer chronischen Erkrankung, die dazu führt, dass sein Körper Nahrung nicht ausreichend verarbeiten kann. Bei der RTL-Tanzshow musste er damals sogar mit einem Rucksack voller Medizin auf dem Rücken auftreten, der ihn fast rund um die Uhr mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgte. Inzwischen hat sich das verändert: Der Rucksack bleibt zu Hause. Gegenüber RTL zieht Tony ein begeistertes Fazit: "Jetzt bin ich 30 Jahre alt und ich darf meinen Traum leben."
Möglich gemacht hat das eine neue Medikamentenform. Statt sich täglich stundenlang an eine Infusion anschließen zu müssen, bekommt er jetzt Spritzen mit dem Wirkstoff Teduglutide. "Die sind so ... kann man sich vorstellen wie Steroide für Darmzotten", erklärt er im Gespräch. Der Wirkstoff verbessert die Nährstoffaufnahme im Darm so weit, dass er sieben Stunden täglich mehr Freiheit ohne Rucksack gewonnen hat – Zeit, "in der ich meine Träume jagen kann", wie er es selbst formuliert. Ganz heilen lässt sich die chronische Erkrankung nicht. Doch auf der Bühne seiner aktuellen Solo-Tour "Fallschirmspringer" beweist Tony, dass sie ihn nicht ausbremst. "Heute hätte ich die Trophäe nach Hause getragen", resümiert er mit Blick auf sein damaliges "Let's Dance"-Aus.
Tony wurde wegen seiner Erkrankung lange mit düsteren Prognosen konfrontiert: "Die Ärzte haben mal zu mir gesagt, ich werde nicht 14." Dass er heute auf der Bühne steht, ist für ihn also mehr als ein beruflicher Erfolg. Er schwärmt gegenüber RTL von einem neuen Lebensgefühl – "weil ich mich einfach anziehen kann, losfahren kann und ich muss nicht mehr an so viele Sachen denken". Bereits in der Vergangenheit zeigte Tony, dass ihm dabei nicht nur die eigene Karriere am Herzen liegt. Von seiner Gage bei "Let's Dance" leistete er sich keine Extravaganzen für sich selbst – stattdessen spendierte er seiner Oma eine neue Wohnlandschaft und seinem Großvater eine Knieschiene im Wert von 7.000 Euro.









