"Abschaum": Schwere Vorwürfe gegen Designer Julien Macdonald
Julien Macdonald feierte im vergangenen Monat ein fulminantes Comeback bei der London Fashion Week. Seine Modenschau fand in spektakulärer Kulisse statt – auf über 300 Metern Höhe im legendären Shard in London. Stars wie Beyoncé (44), Taylor Swift (36) und Kylie Minogue (57) zählen weiterhin zu seinen treuen Fans, und der 55-jährige Waliser verkündete voller Enthusiasmus seine Pläne, seine Marke wieder neu zu beleben und sein Profil zu schärfen. Doch hinter den glitzernden Fassaden und der glamourösen Inszenierung brodelt es gewaltig. Frühere Weggefährten erheben laut Daily Mail nun schwere Vorwürfe gegen den Designer und bezeichnen ihn als "Abschaum" und "einen der widerlichsten, arrogantesten Männer, denen man begegnen kann".
Der Grund für die harsche Kritik liegt in der finanziellen Abwicklung seiner Firma Julien Macdonald Ltd. Ein Jahr nach seiner letzten Modenschau 2023 musste Julien das Unternehmen in die Liquidation schicken – mit ausstehenden Schulden in Höhe von 605.493 Euro. Besonders betroffen waren hochqualifizierte Selbstständige aus den Bereichen Hair, Make-up und Location, die unermüdlich an der Show 2023 gearbeitet hatten und nun auf ihrem Geld sitzen blieben. Was die Stimmung zusätzlich anheizt: Der Liquidationsprozess offenbarte, dass Julien sich zwischen September 2022 und Mai 2023 insgesamt 1.121.646 Euro auszahlte. Allein von der mexikanischen Sozialpromi Gabriela González, die einen weißen Tiger namens Max in ihrem Garten hält, erhielt er fast 531.539 Euro. Von Februar bis Mai 2023 zahlte sich der Designer monatlich 34.665 Euro Gehalt aus. Gleichzeitig hatte er nur fünf feste Mitarbeiter, engagierte aber rund 70 Freelancer für die Show. Diese wurden im luxuriösen Corinthia Hotel untergebracht, wo Zimmer ab 866 Euro pro Nacht kosten.
Julien Macdonald ist in der Modebranche kein Unbekannter, wenn es um kontroverse Auftritte geht. Bereits 2020 sorgte er bei "Germany's Next Topmodel" für Aufsehen, als er als Gastjuror eine Kandidatin verbal attackierte und sich generell abfällig über Nachwuchsmodels äußerte. Der gebürtige Waliser, der vor seiner Comeback-Show ankündigte, die zweite Jahreshälfte in Dubai verbringen zu wollen, hat sich zu den aktuellen Vorwürfen nicht geäußert. Seine Marke Star by Julien Macdonald läuft derweil unter einer anderen Firma. Manche seiner früheren Mitstreiter zeigen sich fassungslos darüber, dass solche Praktiken offenbar ohne Konsequenzen bleiben.





