Krebs: Hip-Hop-Legende Afrika Bambaataa stirbt mit 68 Jahren
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Krebs: Hip-Hop-Legende Afrika Bambaataa stirbt mit 68 Jahren

- Linn Dubbel
Lesezeit: 2 min

Die Hip-Hop-Welt trauert um Afrika Bambaataa. Der einflussreiche Rapper und DJ ist am 9. April in Pennsylvania verstorben. Er erlag den Folgen einer Krebserkrankung und wurde 68 Jahre alt. Sein Tod wurde öffentlich von Mick Benzo, einem Freund und Mitglied der Universal Zulu Nation, auf Instagram bekannt gegeben. "Vor zwei Tagen sprach ich noch mit Afrika Bambaataa und fand ihn in bester Stimmung. Heute aber erhielt ich Anrufe über sein Ableben", schrieb er und fügte hinzu: "Meine Sorge wuchs, und ich war am Boden, als ich erfuhr, dass es stimmte – er war friedlich eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht."

Mit bürgerlichem Namen Lance Taylor wurde Afrika Bambaataa in der Bronx in New York groß und machte sich in den 1970er Jahren mit Partys einen Namen in der aufkeimenden Hip-Hop-Szene. Ende der Siebziger gründete er die Universal Zulu Nation, eine Gemeinschaft aus gesellschaftlich und politisch engagierten Rappern und Künstlern. 1982 veröffentlichte er seinen wegweisenden Song "Planet Rock", der es bis auf Platz vier der US-amerikanischen R&B-Charts schaffte. Die Hip Hop Alliance – eine Organisation, der unter anderem Kurtis Blow, Chuck D und KRS-One angehören – würdigte ihn mit einem Statement: "Als Gründer der Universal Zulu Nation hat Afrika Bambaataa die frühe Identität des Hip-Hop als globale Bewegung mitgeprägt, die auf Frieden, Einheit, Liebe und Spaß aufgebaut ist. Seine Vision hat die Bronx in die Wiege einer Kultur verwandelt, die heute jeden Winkel der Welt erreicht."

Zugleich betonte die Organisation, dass sein Vermächtnis ein vielschichtiges sei. Mehrere Männer hatten Bambaataa beschuldigt, sie in den 1980er und 1990er Jahren sexuell missbraucht zu haben. Er wies die Vorwürfe 2016 gegenüber Rolling Stone zurück und bezeichnete sie als "haltlos und als feigen Versuch, meinen Ruf und mein Erbe im Hip-Hop zu beschmutzen." Die Hip Hop Alliance erklärte dazu: "Wir erkennen an, dass sein Erbe komplex ist und Anlass zu ernsthaften Gesprächen in unserer Gemeinschaft gegeben hat."

Afrika Bambaataa, Februar 2006
Getty Images
Afrika Bambaataa, Februar 2006
Afrika Bambaataa, September 2018
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Afrika Bambaataa, September 2018
Afrika Bambaataa, Musiker
Getty Images
Afrika Bambaataa, Musiker