

Lawinenunglück: Netflix-Star Nirmal Purja verstirbt mit 43
Die Bergsteiger-Szene nimmt Abschied: Nirmal Purja ist tot. Der nepalesisch-britische Alpinist, der durch die Doku "14 Peaks" weltweit bekannt wurde, ist im Alter von 43 Jahren bei einer Lawine am Broad Peak im pakistanischen Karakorum ums Leben gekommen. Sein Unternehmen Elite Expeditions bestätigte den Tod des Extrembergsteigers am Samstag in einem öffentlichen Statement. "In tiefer Trauer und mit unermesslichem Herzschmerz bestätigen wir, dass Nirmal Purja in tragischer Weise sein Leben nach der Lawine am Broad Peak verloren hat", heißt es darin. Der Netflix-Star befand sich mit einem zehnköpfigen Team am rund 8.050 Meter hohen Berg nahe der Grenze zu China, als der Kontakt zu der Gruppe am Donnerstag abriss.
Die pakistanischen Behörden und Rettungskräfte hatten daraufhin eine großangelegte Suchaktion eingeleitet, bei der auch Helikopter zum Einsatz kamen. Zunächst galt die gesamte Gruppe als vermisst, während Angehörige und Freunde um Nachrichten bangten. Im Laufe der Rettungsbemühungen wurden schließlich drei Leichname geborgen, einer davon ist inzwischen als der Körper von Nirmal identifiziert worden. Nach den übrigen vermissten Bergsteigern wird weiter intensiv gesucht. Der Broad Peak zählt zu den höchsten Gipfeln der Erde und ist ein Magnet für internationale Expeditionen – zugleich gilt die Region als extrem gefährlich. Dort war bereits zuvor die ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier (†31) bei einem Unglück ums Leben gekommen, was die Risiken des Bergsports im Karakorum immer wieder tragisch vor Augen führt.
Nirmal Purja war weit mehr als ein erfolgreicher Bergsteiger: Mit seinen außergewöhnlichen Projekten und seiner charismatischen Art inspirierte der Extremsportler Menschen auf der ganzen Welt. Internationale Bekanntheit erlangte er 2019, als er als erster Mensch alle 14 Achttausender der Erde innerhalb von nur sieben Monaten bestieg und damit einen spektakulären Rekord aufstellte. In der Netflix-Doku "14 Peaks" gewährte Nirmal auch persönliche Einblicke in sein Leben, sprach über seine Wurzeln in Nepal, seine Zeit beim Militär und die Unterstützung durch seine Familie. Weggefährten beschrieben ihn immer wieder als engagierten Teamplayer, der sich während der Expeditionen um seine Mitstreiter kümmerte.






