Darum wurde Laura Dahlmeiers (†31) Leiche nicht geborgen
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Darum wurde Laura Dahlmeiers (†31) Leiche nicht geborgen

- Hannah Kändler
Lesezeit: 2 min
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Vor genau einem Jahr, am 28. Juli 2025, kam Biathlon-Legende Laura Dahlmeier (†31) beim Klettern in Pakistan ums Leben. Die deutsche Ausnahmeathletin war gemeinsam mit ihrer Kletterpartnerin Marina Kraus dabei, den 6096 Meter hohen Laila Peak im Karakorum-Gebirge zu besteigen. Kurz unterhalb des Gipfels entschieden sich die beiden zur Umkehr, da ihnen der weitere Aufstieg zu gefährlich schien. Beim Abseilen traf ein Stein Laura tödlich. Bis heute befindet sich ihre Leiche am Berg – und das wird sich auch nie ändern.

Dass eine Bergung nicht stattfand, hatte mehrere Gründe. In der jetzt veröffentlichten Dokumentation "Laura Dahlmeier ... ein Schritt zu weit" auf Servus TV schildert Alan Rousseau, ein US-amerikanischer Retter, der an der Rettungsmission beteiligt war, die dramatische Situation vor Ort: "Zuerst sahen wir nur das Zelt und dann sahen wir Lauras leblosen Körper." Obwohl der Leichnam gefunden worden war, machte anhaltender Steinschlag eine Bergung unmöglich. "Wir haben alle Möglichkeiten durchgespielt, wie wir dorthin kommen könnten. Aber jede davon hätte viel Zeit gekostet", so Rousseau. Die Schlussfolgerung war eindeutig: "Uns war klar: Wer dort reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel." Auch Kletterstar Thomas Huber unternahm im September 2025 auf Wunsch von Lauras Eltern noch einen weiteren Versuch, den Berg zu erreichen – vergeblich. Wie Vater Andreas gegenüber dem Spiegel erklärte, war Laura zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auffindbar, so berichtet 20min.

Letztlich wurde die Entscheidung, auf eine Bergung zu verzichten, auch durch Lauras eigenen Willen mitgetragen. Ihr Management teilte kurz nach dem Unglück mit: "Es war Laura Dahlmeiers ausdrücklicher Wunsch und niedergeschriebener Wille, dass in einem Fall wie diesem niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen." Auch ihre Mutter Susi fand anlässlich der Einweihung des "Laura-Dahlmeier-Parks" in Garmisch-Partenkirchen tröstende Worte: "Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie." Laura Dahlmeier zählte zu den erfolgreichsten Biathletinnen aller Zeiten. Mit 33 Weltcupsiegen, drei Olympiamedaillen – darunter zweimal Gold – und 15 WM-Medaillen, von denen sie siebenmal die Goldene gewann, schrieb sie Sportgeschichte.

Laura Dahlmeier, 2022
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Laura Dahlmeier, 2022
Laura Dahlmeier, 2019
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Laura Dahlmeier, 2019
Laura Dahlmeier im Februar 2018
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Laura Dahlmeier im Februar 2018
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