Prinz Harry und Meghans Hollywoodprojekt wird zum Flop
Für Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) lief der Kinostart ihres ersten gemeinsamen Filmprojekts alles andere als nach Plan. Die Coming-of-Age-Dokumentation "Cookie Queens", die von ihrer Firma Archewell Productions produziert wurde, erzählt von Pfadfinderinnen und deren Keksverkauf. Am Eröffnungswochenende in den USA lief der 91-minütige Streifen in 446 Kinos – und spielte dabei insgesamt nur knapp 292.000 Euro ein. Für die Top Ten der US-Kinocharts reichte das nicht: Der Film landete lediglich auf Rang 13. Besonders unangenehm für das Ehepaar dürfte der direkte Vergleich mit der Konkurrenz sein. Denn auch das sogenannte weltweit führende Katzenvideofestival lief zeitgleich in amerikanischen Kinos – und schnitt deutlich besser ab. Die Zusammenstellung aus eingesandten Clips, Animationen, Musikvideos und Internethits nahm rund 492.000 Euro ein und ließ die Dokumentation der Sussexes damit klar hinter sich.
Eine Branchenquelle fand gegenüber The Times deutliche Worte für das Ergebnis: "Ohne den guten Namen des weltweit führenden Katzenvideofestivals in den Schmutz ziehen zu wollen: Das ist nach jedem Maßstab eine ziemlich klägliche Ausbeute." Der Verleiher Roadside Attractions sieht die Sache dagegen weniger dramatisch und ließ verlauten, man sei "von der Resonanz ermutigt". Auch die Kritiken fielen durchwachsen aus – das Fachblatt Variety urteilte, der Film wirke "zu sehr wie das Herumplätschern einer Realityshow". Wie viel am Ende unter dem Strich steht, lässt sich bislang nicht sagen: Weder Roadside Attractions noch Archewell machten Angaben zu den Produktions- und Vertriebskosten. Seit der Weltpremiere beim Sundance Film Festival in Salt Lake City im Januar wurde das Projekt zudem nur sparsam beworben. Im Juli besuchte Meghan immerhin noch eine Sondervorführung in Kalifornien.
Bei der Premiere in Sundance waren Harry und Meghan gemeinsam erschienen und hatten dort Regisseurin Alysa Nahmias sowie die jungen Protagonistinnen unterstützt. In ihrer Rede bezeichnete die Herzogin das Projekt als "kraftvolle und bedeutungsvolle Darstellung von etwas, das eine amerikanische Tradition ist". Über die porträtierten Mädchen sagte sie außerdem: "Ja, es ist süß, und ja, diese jungen Damen sind fantastisch und bezaubernd, aber sie sind auch vielschichtige, wunderbare Mädchen, die kurz davorstehen, sehr starke Führungspersönlichkeiten und junge Frauen zu werden." Archewell Productions hatte das Paar bereits 2020 gegründet. Unter dem gemeinsamen Firmenbanner entstanden zuvor unter anderem die Dokuserie "Harry & Meghan" aus dem Jahr 2022 und Meghans Lifestyleformat "With Love, Meghan" aus dem vergangenen Jahr. Letzteres bekam trotz gemischter Reaktionen eine zweite Staffel und wurde in diesem Jahr für einen Emmy nominiert.











