Marvel-Chef Kevin Feige kündigt noch viele weitere Filme an
Im voll besetzten Ballsaal des Beverly Hilton gab es am Mittwochabend Applaus für den Mann, der sonst lieber hinter den Kulissen die Fäden zieht: Kevin Feige (53) wurde mit dem Pioneer of the Year Award der Will Rogers Motion Picture Pioneers Foundation ausgezeichnet. Und die Gala zu Ehren des Präsidenten der Marvel Studios wurde zum Rekordabend. Wie Deadline berichtet, kamen 1,9 Millionen Dollar – umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro – für den Pioneers Assistance Fund zusammen. Das ist die höchste Spendensumme, die die Organisation seit 2004 einsammeln konnte. Der Fonds unterstützt Menschen aus den Bereichen Filmverleih und Kinobetrieb, die in eine Notlage geraten sind. In seiner Dankesrede machte der Produzent klar, dass nach seinen bisherigen Erfolgen noch zahlreiche weitere Projekte folgen sollen. "Ich liebe Filme. Es ist das größte Privileg meines Lebens, dass ich Filme machen darf", erklärte er vor dem Publikum – und versicherte zugleich, dass er gerade erst anfängt.
Der Ehrenpreis wird seit mehr als 75 Jahren vergeben und würdigt Persönlichkeiten der Filmbranche für ihre Führungsstärke, ihr gesellschaftliches Engagement und ihren außergewöhnlichen Einsatz für wohltätige Zwecke. "Die Will Rogers Motion Picture Pioneers Foundation bewirkt Außergewöhnliches für die Menschen in dieser Branche, und es ist eine Mission, hinter der zu stehen ich mich sehr, sehr geehrt fühle", sagte Kevin laut Deadline. "Und natürlich ist es eine unglaublich Ehre, im selben Atemzug wie Will Rogers genannt zu werden." Dabei hätte er die Auszeichnung aus Zeitgründen beinahe abgelehnt. Umgestimmt habe ihn ausgerechnet die bronzene Trophäe – der Marvel-Chef ist bekennender Sammler von Spielzeug und Actionfiguren. Seine Frau kenne seine "leicht besorgniserregende Angewohnheit", allerlei Dinge zusammenzutragen. Auf der Bühne würdigten Chris Pratt (47) und "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau (59) den Geehrten. Jon hob dessen Gespür für straffes Erzählen und seine Vision eines durch Figuren verbundenen Filmuniversums hervor. Auch die Zahlen sprechen für seine Erfolgsbilanz: Alle 38 Marvel-Produktionen starteten auf Platz eins und spielten zusammen 35 Milliarden Dollar ein.
Das nächste große Kapitel steht derweil längst fest: "Avengers: Doomsday" soll am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos anlaufen. Ein offizielles Artwork, das zuvor auf der Shanghai Expo präsentiert wurde, zeigt eine Heldenriege, wie es sie so noch nicht gab. Erstmals treffen die Avengers, die New Avengers aus "Thunderbolts*", die X-Men und die Fantastic Four in einem einzigen Film aufeinander. Zugleich passt das angekündigte Aufeinandertreffen zu Kevins Aussage bei der Preisverleihung, dass seine Arbeit noch lange nicht beendet sei. Nach 38 Produktionen und einem gemeinsamen Einspielergebnis von 35 Milliarden Dollar richtet der Produzent seinen Blick bereits auf den nächsten großen Kinostart. Seit Jahren verantwortet Kevin die Ausrichtung des Marvel Cinematic Universe und begleitet die Entwicklung der einzelnen Phasen. Welche weiteren Projekte nach "Avengers: Doomsday" folgen werden, ließ er bei seiner Dankesrede offen.























