Jesse Eisenberg verarbeitet eigene Kindheit mit neuem Film
Jesse Eisenbergs (42) neuer Film "The Debut" erzählt eine Geschichte, die stark von seiner eigenen Kindheit inspiriert ist. Die musikalische Komödie spielt 1990 in Central New Jersey und damit genau in der Region und Zeit, in der der Schauspieler selbst aufwuchs. Beim Filmfestival von San Sebastián sprach der 42-Jährige nun mit Reportern über die autobiografischen Hintergründe des Projekts, wie Female First berichtet. Als Siebenjähriger sei er sehr schüchtern und depressiv gewesen und habe keine Freunde gehabt. Erst ein Gemeinschaftstheater habe ihm das Gefühl gegeben, dazuzugehören. Für die Handlung übertrug Jesse seine eigenen Erfahrungen allerdings auf eine erwachsene Frau: Julianne Moore (65) spielt Mona Friedman. "Der Film spielt 1990 in Central New Jersey, und als ich 1990 in Central New Jersey war, war ich wie Mona Friedman", erklärte er beim Festival. Auch hinter der Kamera war der Schauspieler maßgeblich an dem Projekt beteiligt. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie und war als Co-Produzent tätig.
Jesse erklärte: "Ich war so schüchtern. Ich war depressiv und hatte keine Freunde. Dann ging ich mit sieben Jahren in dieses Gemeinschaftstheater, und plötzlich waren alle so nett und umarmten mich." In der Schule sei er unter anderem wegen seiner lockigen Haare verspottet worden – im Theater hingegen habe man genau diese Locken bewundert und ihn sofort zum Mitmachen eingeladen. Die herzliche Gemeinschaft habe sich für ihn zunächst wie eine völlig andere Welt angefühlt und ihn nachhaltig geprägt. Später habe er sich ähnlich intensiv in die Theaterwelt vertieft wie seine Filmfigur. Statt eines Jungen stellte Jesse jedoch bewusst eine Frau ins Zentrum: "Eigentlich zeichnet der Film also mein Leben als Kind nach. Aber ich dachte einfach, es wäre so viel besser, daraus die Geschichte einer älteren Frau zu machen, weil Julianne großartig ist und es emotional eindrucksvoller ist, eine Frau zu sehen."
Juliannes Figur Mona startet ihre Geschichte als eher unscheinbare Hausfrau. Unerwartet ergattert sie eine Rolle in einer Produktion eines Laientheaters. Unter der Anleitung eines willensstarken Regisseurs taucht sie immer tiefer in ihre neue Aufgabe ein und verliert sich zunehmend in der Rolle. Jesse erzählt seine Kindheit damit nicht einfach originalgetreu nach. Stattdessen überträgt er das damalige Gefühl von Wärme, Anerkennung und Zugehörigkeit auf eine erwachsene Hauptfigur. Auch Monas intensive Verbindung zur Bühne erinnert daran, wie sehr ihn das Gemeinschaftstheater einst in seinen Bann zog. Bis das Publikum das sehr persönliche Ergebnis zu sehen bekommt, dauert es allerdings noch etwas: Am 21. Januar 2027 wird der Film in Deutschland in den Kinos anlaufen.

























