Robbie Williams enthüllt Autismusdiagnose und Zwangsgedanken

Robbie Williams enthüllt Autismusdiagnose und Zwangsgedanken

- Nurin Khalil
Lesezeit: 2 min
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Robbie Williams (52) öffnet sich: Der Sänger sprach darüber, dass bei ihm neben der bereits bekannten ADHS-Diagnose auch Autismus festgestellt wurde. Wie Daily Mail berichtet, sprach der Musiker während einer Fragerunde bei der Herbst-/Winterpräsentation seiner Modemarke "Hopeium" darüber. Für ihn selbst sei die Diagnose vor allem eine Erleichterung – sie erkläre viele seiner ungewöhnlichen Verhaltensweisen, seine Zwangsgedanken und seine Ängste. Mit gewohnt derbem Humor bezeichnete er sie sogar als eine Art Freibrief: "Ich habe ADHS und gerade erst herausgefunden, dass ich auch ein bisschen Autismus habe, was ich tatsächlich verdammt liebe, weil es so vieles erklärt. Das ist jetzt mein Freifahrtschein, und bei all dem seltsamen Scheiß, den ich mache, sage ich einfach: 'Entschuldigung, ich bin Autist.'"

Wie der Popstar weiter schilderte, lenkt er sein besonders kreatives Denken ganz bewusst in eine bestimmte Richtung – auf Bilder und lustige Ideen. Solange er etwas erschaffe, grüble er weniger über sich selbst nach oder über Dinge, die bei ihm Panik und Angst auslösen könnten. Wie weit seine aufdringlichen Gedanken gehen können, machte er gegenüber Daily Mail an einem Beispiel deutlich: "Vor Kurzem saß ich in einem Flugzeug und dachte: 'Was, wenn ich Telekinese beherrsche und meine Zwangsgedanken dem Flugzeug befehlen, selbst abzustürzen?'" Seine Konsequenz daraus formulierte er so: "Am besten trainiere ich mein Gehirn darauf, etwas Besseres zu tun, als mir Sorgen darüber zu machen, übernatürliche Kräfte zu haben und ein Flugzeug abstürzen zu lassen." Auch die Auswirkungen seines ADHS beschrieb er: Auf eine Sache könne er sich "zu 1000 Prozent" konzentrieren, bei allem anderen gelinge ihm das überhaupt nicht – seine Kinder könnten das bestätigen.

Bereits im Oktober 2025 hatte sich der Sänger zu seinen Zwangsgedanken geäußert und dahinter das Tourette-Syndrom vermutet. Sichtbare oder hörbare Tics habe er nach eigener Aussage nicht, die Symptome spielten sich bei ihm im Inneren ab. Damals erzählte der ehemalige Take That-Sänger auch, dass selbst die Zuneigung von Zehntausenden Fans in einem vollen Stadion seine aufdringlichen Gedanken nicht übertönen könne. Trotz jahrzehntelanger Bühnenerfahrung bereite ihm das Touren nach wie vor große Angst. Die ADHS-Diagnose wurde bei Robbie eigenen Angaben zufolge insgesamt dreimal gestellt – das erste Mal rund um das Jahr 2006. Seit seinem Aufstieg zum Popstar in den frühen Neunzigerjahren kämpfte er zudem mit mehreren Suchterkrankungen: Wegen Alkohol- und Drogenproblemen begab er sich wiederholt in eine Entzugsklinik.

Robbie Williams, Sänger
Getty Images
Robbie Williams, Sänger
Robbie Williams lächelt im Mai 2026 mit abgebrochenem Zahn
Instagram / robbiewilliams
Robbie Williams lächelt im Mai 2026 mit abgebrochenem Zahn
Robbie Williams im Juli 2025
Imago
Robbie Williams im Juli 2025
Robbie Williams nennt die Autismus-Diagnose für sich eine Erleichterung: Kannst du das nachvollziehen?