Dorfrocker jagen mit 294 Konzerten den Guinness-Rekord
Die Dorfrocker haben sich für ihr 20-jähriges Bandjubiläum ein Vorhaben ausgedacht, das es in dieser Form wohl noch nicht gegeben hat. Tobias Thomann, Markus Thomann und Philipp Thomann wollen ab dem 1. Januar 2027 innerhalb von nur einem Jahr in allen 294 ländlichen Landkreisen Deutschlands auftreten. Mit dieser "Mission 294" streben die drei Brüder einen offiziellen Guinness-Weltrekord an – und zwar für die meisten Konzerte in unterschiedlichen Landkreisen binnen zwölf Monaten. Statt ausschließlich auf klassischen Bühnen zu spielen, setzt das Trio bei der Wahl der Veranstaltungsorte auf Vielfalt. Gespielt werden könnte auf Bauernhöfen, in Feuerwehrhäusern, Vereinsheimen oder Firmen. Auch Kindergärten und Seniorenheime kommen für die geplanten Shows infrage. Damit würde die Jubiläumstour die Band quer durch die Bundesrepublik und an zahlreiche eher ungewöhnliche Konzertorte führen.
Wer die Musiker bei sich begrüßen möchte, kann sich ab sofort für einen der Auftritte bewerben. Für Benefizkonzerte in Kindertagesstätten haben die Dorfrocker sogar ein festes Kontingent reserviert. Mit den unterschiedlichen Formaten wollen die Brüder möglichst viele Menschen erreichen: "Wir wollen von Jung bis Alt alle mitnehmen", erklären die Brüder gegenüber dpa. Neben dem angepeilten Weltrekord möchten Tobias, Markus und Philipp den ländlichen Regionen mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Zudem sollen gemeinsame Erlebnisse für Menschen entstehen, die sich vom öffentlichen Leben häufig abgehängt fühlen. Eine große Konzertagentur steht hinter der Mammutaktion übrigens nicht. Tobias, Markus und Philipp organisieren alles selbst. Dass das kein Kinderspiel wird, ist ihnen bewusst: "Einfach wird's nicht", räumt Markus gegenüber dpa ein. Aufgeben kommt für das Trio jedoch offenbar nicht infrage: "Wir wollen das umsetzen", stellt er klar.
Obwohl die Dorfrocker bereits international auf der Bühne standen und unter anderem in den USA, Brasilien sowie auf Mallorca auftraten, sind sie ihrer Heimat weiterhin eng verbunden. Genau diese Verbundenheit bildet auch den persönlichen Kern der "Mission 294". "Dort haben wir angefangen. Wir haben das Dorf im Namen, sind selbst Dorfkinder. Der ländliche Raum ist wichtig für uns", erklärt Markus im Gespräch mit dpa. Seit ihrer Gründung konnten sich die Brüder auch über die Grenzen ihrer Heimat hinaus einen Namen machen. Einem größeren Publikum wurde das Trio vor allem durch Fernsehauftritte bekannt, darunter Auftritte bei "Fastnacht in Franken". Auch musikalisch konnten die Brüder Erfolge verbuchen: Sie waren für den Echo nominiert und schafften es mit mehreren Alben in die deutschen Top Ten.






















