

Bette Midler trauert um Regisseurlegende Mark Rydell (97)
Bette Midler (80) nimmt bewegend Abschied von einem Mann, der ihre Filmkarriere überhaupt erst möglich gemacht hat: Mark Rydell ist am Freitag, dem 14. August 2026, im Alter von 97 Jahren gestorben. Seine Nichte Maggie Wagner bestätigte den Tod des US-Regisseurs, wie das von ihm mitbegründete Actors Studio West mitteilte. Auf Instagram widmete die Schauspielerin ihrem langjährigen Mentor daraufhin emotionale Zeilen. "Mark Rydell, der Regisseur meines ersten Films, 'The Rose', ist heute Morgen gestorben", schrieb sie und ergänzte: "Er war ein angesehener Schauspieler, bevor er Regisseur wurde, und ich hatte großes Glück, ihn damals kennenzulernen. Er brachte mir bei 'The Rose' und später bei 'For The Boys' so viel bei. Zwei Oscarnominierungen, beide seinetwegen." Für die Künstlerin war Mark damit weit mehr als nur ein Regisseur – er war ein prägender Wegbegleiter, der ihr die Schauspielerei näherbrachte.
In ihrem Beitrag erinnerte sich Bette auch daran, wie wenig Worte ihr Mentor brauchte, um am Set das Entscheidende zu vermitteln. "Er war der Schauspielerflüsterer. Nur ein paar Worte genügten, um zu verstehen, was gebraucht wurde", hielt sie fest und fügte hinzu: "Meisner mit Leib und Seele. So viele glückliche Erinnerungen." Mit dem Musikdrama "The Rose" hatte der Filmemacher der Sängerin 1979 ihre erste große Kinorolle gegeben. Für ihre Darstellung einer Rock- und Bluessängerin erhielt sie prompt ihre erste Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin. Zwölf Jahre später folgte die erneute Zusammenarbeit bei "For the Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe", die ihr 1991 die zweite Nominierung für den Goldjungen einbrachte. Seinen größten Erfolg feierte Mark allerdings mit "Am goldenen See": Henry Fonda und Katharine Hepburn gewannen für das Familiendrama Oscars, er selbst wurde als bester Regisseur nominiert.
Bevor Mark hinter die Kamera wechselte, stand er selbst vor ihr. Der gebürtige New Yorker lernte am dortigen Actors Studio und bei Schauspiellehrer Sanford Meisner, ehe er sich in den 1960er-Jahren zunehmend der Regie zuwandte. Diese Erfahrung prägte seine Arbeit mit Darstellern: Neben Bette inszenierte er unter anderem Jane und Henry Fonda, Katharine Hepburn, Sissy Spacek, Richard Gere (76) und Sharon Stone (68). Eine besondere familiäre Konstellation gelang ihm bei "Am goldenen See" – es blieb der einzige Film, in dem Henry gemeinsam mit seiner Tochter Jane vor der Kamera stand. Der Regisseur hinterlässt seine drei Kinder: die Schauspieler Amy Rydell und Christopher Rydell sowie den Editor Alexander Rydell.







