Travis Barkers Tochter hatte Vorahnung vor Flugzeugabsturz
Travis Barker (50) erinnert sich an eine erschütternde Warnung seiner Tochter kurz vor dem tödlichen Flugzeugabsturz im Jahr 2008. Im Podcast "On Purpose with Jay Shetty" berichtet der Blink-182-Schlagzeuger jetzt, dass die damals zweijährige Alabama Barker (20) beim Abschied ungewöhnlich heftig geweint habe. Sie habe ihn sogar mit den Worten angefleht: "Papa, geh nicht! [...] Das Dach wird abgehen." Travis wollte zu diesem Zeitpunkt eigentlich ebenfalls lieber bei seinen Kindern bleiben. Trotzdem trat er die Reise nach South Carolina an, wo ein gemeinsamer Auftritt mit DJ AM geplant war. Schon vor dem Hinflug beschlich den Musiker offenbar ein ungutes Gefühl. Nach der Show entschied sich die Gruppe dann für einen kurzfristig organisierten Rückflug in einem kleinen Privatjet. Obwohl Travis selbst große Bedenken hatte, stieg er in die Maschine. Wenig später kam es zu dem verheerenden Unglück, das lediglich er und DJ AM überlebten.
Bereits vor der Hinreise hatte Travis seinen Manager gefragt: "Ist es zu spät, einfach abzusagen? Ich muss das nicht wirklich machen." Eine Absage sei zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr möglich gewesen. Am Flughafen war es spät und neblig, zudem erhielt Travis keine Antworten auf seine üblichen Fragen zur Wartung des Jets und zur Erfahrung der Piloten. Aus Sorge rief er seinen Vater Randy Barker an: "Wenn mir etwas passiert, sorg bitte dafür, dass auf die Kinder aufgepasst wird." Im Podcast stellt der Musiker rückblickend fest: "Alle Zeichen waren da." Beim Absturz starben beide Piloten sowie Travis' Assistent Chris Baker und sein Sicherheitsmann Charles Still Jr. Travis geriet bei der Flucht aus dem Wrack am ganzen Körper in Brand und wurde danach sechs Monate lang in einem Zentrum für Brandverletzte behandelt. Laut den Ermittlungen hatten abgerissene Reifenteile das Hydrauliksystem beschädigt, weshalb die Bremsen ausfielen und das Schubumkehrsystem beeinträchtigt war.
Mit den Folgen des Unglücks und seinem langen Weg im Umgang mit dem Erlebten beschäftigt sich Travis auch in der Dokumentation "Travis Barker: Louder Than Fear", die am 13. August erscheint. Bei der Premiere auf dem Tribeca Festival erklärte der dreifache Vater, gezielte Atemarbeit habe ihm dabei geholfen, tief sitzende Traumata aus seiner Vergangenheit zu verarbeiten. In ein Flugzeug stieg er erst im August 2021 wieder. Heute würde Travis seine damaligen Warnsignale ernster nehmen, wie er im Podcast verdeutlicht: "Mein älteres Ich würde einfach sagen: 'Ich glaube, ich werde nicht in dieses Flugzeug steigen.'" Auch DJ AM hatte den Absturz mit schweren Verbrennungen überlebt. Knapp ein Jahr nach dem Unglück starb der DJ an einer Drogenüberdosis. Die Erfahrungen rund um den Absturz prägen damit auch die Geschichte, die Travis in seinem neuen Dokumentarfilm erzählt.









