Dame Esther Rantzen stirbt nach Kampf gegen Krebs
Dame Esther Rantzen stirbt nach Kampf gegen KrebsGetty Images / John PhillipsZur Bildergalerie

Dame Esther Rantzen stirbt nach Kampf gegen Krebs

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Die britische Moderatorin und Journalistin Dame Esther Rantzen (86) ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Sie erlag ihrer Krebserkrankung, gegen die sie jahrelang gekämpft hatte. Wie der Mirror berichtet, war die Erkrankung bei der britischen Moderatorin und Journalistin im Januar 2023 festgestellt worden. Wenige Wochen zuvor hatte sie einen Knoten unter ihrer Achsel bemerkt. Im Mai desselben Jahres machte die Gründerin der Kinderhilfsorganisation Childline öffentlich, dass sich der Krebs bereits im vierten Stadium befand. Von diesem Zeitpunkt an sprach die Journalistin sehr offen über ihre unheilbare Krankheit, ihre Behandlungen und die Entscheidungen, mit denen sie sich angesichts ihres nahenden Lebensendes auseinandersetzen musste. Zunächst erklärte sie, der Krebs habe bereits gestreut und weitere Untersuchungen seien nötig. Später setzte sie ihre Hoffnung auf eine neue Therapie, die sie selbst als "Wunderbehandlung" bezeichnete. Die TV-Bekanntheit hinterlässt drei Kinder aus ihrer Ehe mit dem im Jahr 2000 verstorbenen Fernsehproduzenten Desmond Wilcox.

Neben ihrer Fernsehkarriere wurde Esther in den vergangenen Jahren vor allem als prominente Befürworterin eines Gesetzes für assistiertes Sterben in England und Wales bekannt. Ein entsprechender Gesetzentwurf sollte unheilbar kranken Erwachsenen mit weniger als sechs Monaten Lebenserwartung unter strengen medizinischen und juristischen Vorgaben einen assistierten Tod ermöglichen. Die Moderatorin war selbst Mitglied der Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas und hatte erwogen, nach Zürich zu reisen, sollte ihre Therapie nicht mehr wirken. In einem Interview im September dieses Jahres erklärte sie jedoch, sie sei mittlerweile "körperlich zu gebrechlich für die Reise". Kurz vor einer Abstimmung warb sie nochmals für das Vorhaben. Dem Mirror schilderte sie ihre Situation so: "Alles, was ich nicht erleben wollte, muss ich nun durchmachen." Menschen, die sie liebe, könnten sie deshalb entweder nicht besuchen oder müssten sie unter Schmerzen und entwürdigenden Umständen sehen. Diese Eindrücke würden sich womöglich vor die glücklichen gemeinsamen Erinnerungen schieben, befürchtete die Moderatorin.

Ihr Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende stellte auch ihre Familie vor eine schwierige Situation. Ihre Familie unterstützte die Entscheidung nach Angaben der Moderatorin, musste bei einer Begleitung in die Schweiz jedoch mögliche rechtliche Konsequenzen fürchten. Gegenüber Radio 4 erklärte sie: "Meine Familie sagt, es ist meine Entscheidung. Ich habe ihnen erklärt, dass ich nicht möchte, dass ihre letzten Erinnerungen an mich schmerzhaft sind." Wer einen geliebten Menschen qualvoll sterben sehe, könne dadurch die Erinnerung an alle glücklichen Zeiten verlieren, führte Esther weiter aus. Auch ihre Tochter Rebecca Wilcox stellte sich hinter den Entschluss ihrer Mutter, fürchtete aber eine Festnahme oder ein Gerichtsverfahren. "Ich darf rechtlich nicht sagen, dass ich sie begleiten und ihre Hand halten würde – und das ist völlig absurd. Ich sollte in den letzten Momenten meiner Mutter bei ihr sitzen dürfen", sagte sie dem Mirror.

Esther Rantzen, britische Moderatorin
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Esther Rantzen, britische Moderatorin
Esther Rantzen, Journalistin
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Esther Rantzen, Journalistin
Dame Esther Rantzen, Januar 2019
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Dame Esther Rantzen, Januar 2019
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