Antonio Browns Deal wackelt nach Richter-Entscheidung
Überraschende Wendung für Antonio Brown: Der ehemalige Footballstar war am Mittwoch zu einer Anhörung erschienen, bei der eine mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelte Vereinbarung samt geändertem Schuldbekenntnis besiegelt werden sollte. Dazu kam es allerdings nicht: Die zuständige Richterin nahm den Deal zunächst nicht an. Sie erklärte, sie benötige mehr Zeit, um die Vereinbarung und die Hintergründe des Falls eingehend zu prüfen. Trotz des gegen ihn erhobenen Vorwurfs des versuchten Mordes zweiten Grades könnte Antonio durch die Vereinbarung einer weiteren Haftstrafe entgehen und stattdessen Bewährung erhalten. Ob diese Lösung tatsächlich Bestand haben wird, ist nach der Entscheidung der Richterin vorerst offen. Klarheit soll es in einigen Wochen geben: Am 28. Oktober 2026 soll der Sportler erneut vor der Richterin erscheinen.
Antonios Anwalt Mark Eiglarsh sieht die ausgehandelte Lösung durch die Verzögerung offenbar nicht in Gefahr. Gegenüber TMZ Sports erklärte er: "Obwohl Antonio und ich enttäuscht sind, dass die Änderung des Schuldbekenntnisses heute Morgen nicht stattgefunden hat, bleiben wir optimistisch, dass die Richterin die sorgfältig ausgehandelte Lösung akzeptieren wird, sobald sie die Gelegenheit hatte, alle Fakten und Umstände dieses Falls vollständig zu prüfen." Sollte Antonio wegen des gegen ihn erhobenen Vorwurfs schuldig gesprochen werden, könnte ihm laut dem Sportportal eine deutlich härtere Strafe drohen. Im schlimmsten Fall stehen dem früheren NFL-Profi demnach bis zu 30 Jahre Gefängnis bevor. Rückendeckung gibt es unterdessen von unerwarteter Seite: Auch der mutmaßlich Geschädigte Zul-Qarnain Kwame Nantambu unterstützt die Vereinbarung laut dem Bericht. Er wolle den Vorfall hinter sich lassen und damit abschließen. Ob die Zustimmung der direkt Beteiligten ausreicht, um die Haftstrafe abzuwenden, wird sich allerdings erst nach der Prüfung durch die Richterin zeigen.
Hintergrund des Verfahrens ist ein Zwischenfall bei einem Boxevent von Adin Ross im Mai 2025. Dort soll Antonio mit seinem früheren Freund aneinandergeraten sein, der inzwischen zu seinem Gegner geworden war. Die Auseinandersetzung soll dabei eskaliert sein: Dem ehemaligen Steelers-Star wird vorgeworfen, eine Waffe an sich genommen und den Mann anschließend verfolgt zu haben. Er selbst stellte die Situation von Anfang an anders dar. Er betonte immer wieder, lediglich zu seinem eigenen Schutz gehandelt zu haben. Nun hängt der weitere Verlauf des Strafverfahrens maßgeblich davon ab, wie die Richterin die ausgehandelte Vereinbarung sowie die Umstände des Falls bewertet. Im Oktober wird sich zeigen, ob der frühere Footballstar tatsächlich ohne weitere Haftstrafe davonkommt.

























