Pete Davidson nahm bis zu sechs verschiedene Drogen am Tag

Pete Davidson nahm bis zu sechs verschiedene Drogen am Tag

- Hannah Kändler
Lesezeit: 3 min
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Pete Davidson (32) blickt auf eine Zeit zurück, die ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Im Interview mit Variety schildert der Comedian nun, wie außer Kontrolle sein Drogenkonsum im Sommer 2023 geraten war. In dieser Zeit habe er eigenen Angaben zufolge täglich nach bis zu sechs verschiedenen Substanzen gegriffen – darunter Ketamin, LSD, Pilze, Lachgas, Marihuana und Tabletten. Das Ketamin habe er sich in flüssiger Form besorgt und anschließend selbst verarbeitet. Gleichzeitig arbeitete er an der semi-autobiografischen Peacock-Serie "Bupkis", in der er sein eigenes Leben darstellte. Der Konsum habe ihm dabei offenbar als Flucht vor belastenden Erinnerungen und schmerzhaften Erfahrungen gedient. Wie ernst die Lage war, machen seine eigenen Worte deutlich: "Es wurde beängstigend, weil ich mich nicht high fühlte. Ich fühlte mich high, wenn ich nichts nahm, also dachte ich: Das ist ein riesiges Problem." Sein Körper hatte sich also so stark an die Mengen gewöhnt, dass der Rausch zum Normalzustand geworden war, so Ekstrabladet.

Dass es so weit kommen konnte, erklärt Pete auch mit dem Wegfall jeder Routine. Nach seinem Abschied von "Saturday Night Live" im Jahr 2022 fehlte ihm die gewohnte Struktur. Für "Bupkis", in der er sich selbst spielte, musste er zudem immer wieder eigene Traumata nachspielen. Im Sommer 2023 schien für Pete Davidson ein Wendepunkt erreicht. Trotz der bereits bestellten zweiten Staffel von "Bupkis" begab er sich in eine Entzugsklinik und zog sich daraufhin 2024 aus dem Projekt zurück. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entscheidung durch ein eindringliches Gespräch mit seiner Mutter Amy Davidson. "Sie sagte mir, ihre größte Angst sei, eines Tages aufzuwachen und in den Nachrichten zu sehen, dass mir etwas Schlimmes passiert ist", erinnert sich der Schauspieler gegenüber Variety. "Ich kam an einen Punkt, an dem ich ihr das nicht mehr antun konnte." Gleichzeitig betont er, dass der Entschluss zur Nüchternheit von ihm selbst kommen musste. Harte Substanzen habe er seit zwei oder drei Jahren nicht mehr angerührt, Marihuana seit mindestens einem Jahr. Übrig geblieben seien etwa vier Bier pro Jahr, wie Page Six berichtet.

Wie sehr seine Mutter unter seinem Drogenkonsum litt, wurde Pete Davidson offenbar besonders während eines Reha-Aufenthalts bewusst. Bei einem per Video geführten Familiengespräch sprach Amy Davidson über ihre Ängste und die Sorge, ihrem Sohn könnte etwas zustoßen. Pete hatte seinen Vater Scott Davidson, der als Feuerwehrmann arbeitete, bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York verloren. Heute gibt ihm auch seine eigene Familie zusätzlichen Halt: Seine neun Monate alte Tochter Scottie, die nach ihrem verstorbenen Großvater benannt wurde, sei für ihn ein wichtiger Grund, nüchtern zu bleiben. Das Kind stammt aus seiner Beziehung mit Elsie Hewitt (30) – die beiden wurden im März 2025 ein Paar, im Dezember kam Scottie zur Welt, im Mai 2026 trennten sie sich. Komme der Gedanke an Drogen auf, schaue er einfach auf das Foto seiner Tochter auf seinem Handyhintergrund. "Scottie ist mein ganzes Leben", sagt er. Gegenüber Interview Magazine erklärte er außerdem, er wolle, dass seine Tochter auf beide Eltern stolz sein könne und sich sicher fühle.

Pete Davidson im November 2023
Getty Images
Pete Davidson im November 2023
Pete Davidson, Schauspieler
Getty Images
Pete Davidson, Schauspieler
Pete Davidson mit seiner Tochter
Instagram / elsie
Pete Davidson mit seiner Tochter
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