König in spe: Royalexperte fordert mehr Einsatz von William

König in spe: Royalexperte fordert mehr Einsatz von William

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 3 min
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Kilt? Fehlanzeige. Auslandsreisen? Überschaubar. Schirmherrschaften? Eher eine kurze Liste. Prinz William (44) geht seinen ganz eigenen, modernen Weg – und genau das gefällt nicht jedem. Royalexperte Richard Fitzwilliams fordert nun gegenüber Daily Mail, dass der Prinz von Wales angesichts der Krebserkrankung von König Charles III. (77) deutlich mehr öffentliche Pflichten übernehmen und ausgewählte royale Traditionen wieder stärker pflegen solle. Dass William seine Familie und deren Privatsphäre in den vergangenen Jahren an die erste Stelle gesetzt habe, könne er durchaus nachvollziehen, betont der Experte. Doch damit sei es aus seiner Sicht nicht getan: "Doch angesichts der Tragweite der Aufgabe, die er eines Tages übernehmen soll, während König Charles weiterhin gegen Krebs kämpft, ist es sicherlich wichtig, dass er mehr übernimmt." Hinzu kommt, dass William offenbar auch als künftiger König in Forest Lodge in Windsor wohnen bleiben möchte.

Dass der Thronfolger frischen Wind ins Königshaus bringen will, ist kein Geheimnis. In Eugene Levys (79) TV-Serie erklärte er im vergangenen Oktober: "Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass Veränderung auf meiner Agenda steht. Veränderung zum Guten. Und ich begrüße und genieße diese Veränderung – ich fürchte sie nicht." Fitzwilliams erinnert allerdings daran, dass Williams Zurückhaltung bei offiziellen Terminen ihm nach seiner Hochzeit den wenig schmeichelhaften Spitznamen "Work Shy Wills" einbrachte – damals arbeitete er zunächst für die Such- und Rettungseinheit der RAF und später für den East Anglian Air Ambulance Service. Konkret wünscht sich der Experte den Kilt als schottische Nationaltracht zurück, dazu mehr Reisen ins Commonwealth und zu europäischen Verbündeten sowie zusätzliche Schirmherrschaften. Die letzte gemeinsame Royalreise von William und Prinzessin Kate (44) führte 2022 in die Karibik. Dass Kates Gesundheit zuletzt Vorrang hatte, räumt aber auch Fitzwilliams ein.

Auch beim Herzogtum Cornwall setzt William auf lockerere Töne: Mitarbeiter sollen offen sprechen, müssen bei seinen Besuchen nicht zwingend Krawatte tragen und kommunizieren mit ihm per WhatsApp. Fitzwilliams appelliert dennoch, der Royal möge die von Charles eingeführte Transparenz bei der Offenlegung seiner Steuerzahlungen fortführen. Am deutlichsten zeigt sich Williams eigener Kurs jedoch im Privaten: Laut einem Insider haben er und Kate Forest Lodge als dauerhaftes Zuhause auserkoren und wollen dort selbst nach seiner Thronbesteigung bleiben – ein Umzug in eine traditionsreichere Adresse wie den Buckingham Palace ist offenbar nicht geplant. Das passt zu seiner Idee einer verschlankten Monarchie. Für seine spätere Regentschaft soll er zudem erwägen, seinen Neffen Prinz Archie (7) und seine Nichte Prinzessin Lilibet (5) trotz des Zerwürfnisses mit Prinz Harry (41) stärker ins royale Geschehen einzubinden.

Prinz William auf der Tribüne in Ascot
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Prinz William auf der Tribüne in Ascot
Prinz William bei einem Besuch der Royal Cornwall Show
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Prinz William bei einem Besuch der Royal Cornwall Show
Prinz William und Prinzessin Kate bei einem Event des Dmmi Royal Charity Polo Cup in Windsor
Getty Images
Prinz William und Prinzessin Kate bei einem Event des Dmmi Royal Charity Polo Cup in Windsor
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