Glen Powell als Gaston? Disney plant Film über den Schurken
Disney bastelt offenbar an einem neuen Kapitel für einen der schillerndsten Bösewichte des eigenen Zeichentrickuniversums. Laut Brancheninsider Jeff Sneider soll Glen Powell (37) für die Hauptrolle in einem Realfilm über Gaston im Gespräch sein, jenen selbstverliebten Dorfhelden aus "Die Schöne und das Biest". Offiziell bestätigt hat der Konzern bislang nichts, weshalb die Personalie vorerst als Gerücht gilt. Fest steht immerhin, dass am Drehbuch bereits gearbeitet wird: Dave Callaham, bekannt für seine Arbeit an "Godzilla vs. Kong", schreibt an der Geschichte. Der Ton des Films soll laut ersten Berichten abenteuerlich und schwungvoll ausfallen. Ursprünglich war das Gaston-Projekt laut "Geektyrant" sogar als Serie für Disney+ geplant – dieses Vorhaben wurde jedoch zugunsten des Kinofilms verworfen.
Bevor über einen Nachfolger spekuliert wird, lohnt der Blick zurück: 2017 verkörperte der walisische Schauspieler Luke Evans (47) Gaston in Disneys Realverfilmung – und lieferte eine der einprägsamsten Bösewichtdarstellungen der jüngeren Studiogeschichte. Luke wollte seiner Figur dabei bewusst mehr Tiefe verleihen als dem Original. "Ich sah enormes Potenzial darin, eine Vorgeschichte zu erschaffen und ihn mit Absichten und Zielen zu versehen", erklärte er einst gegenüber "Entertainment Weekly". Trotz der düsteren Züge blieb ihm der Spaß an der Rolle wichtig: "Man übernimmt eine Rolle wie Gaston nur, wenn man das Gefühl hat, dass man Spaß daran haben wird, ihn zu spielen." Der Film spielte weltweit über 1,26 Milliarden US-Dollar (rund 1,08 Milliarden Euro) ein und gilt bis heute als eine der erfolgreichsten Realfilmadaptionen aus dem Hause Disney – entsprechend hoch ist die Messlatte für jeden, der in Evans' Fußstapfen tritt.
Genau das traut man nun offenbar Glen zu. Der 37-Jährige, der zuletzt auch mit seiner neuen Romanze Schlagzeilen machte, hat sich in den vergangenen Jahren vom sympathischen Nebendarsteller zu einem der gefragtesten Hollywood-Stars entwickelt, etwa durch "Top Gun: Maverick", "Hit Man" und zuletzt "The Running Man". Seine Mischung aus Selbstbewusstsein, Situationskomik und physischer Präsenz gilt als idealer Nährboden für einen Charakter wie Gaston, der zwischen Komik und Bedrohlichkeit balanciert. Wie sehr Glen derzeit im Aufwind ist, machte er kürzlich in einem Interview mit "People" deutlich: "Ich bin glücklich. Ich bin im Flow." Ob er die Rolle tatsächlich übernimmt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Neu ist die Idee, einen Disney-Bösewicht in den Mittelpunkt zu stellen, ohnehin nicht – mit "Maleficent - Die dunkle Fee" und "Cruella" bekamen bereits zwei Schurkinnen ihre eigenen Realfilme.










