

Streamer Clavicular wegen Vergewaltigungsvorwurfs angeklagt
Gegen den Streamer Clavicular (20), der bürgerlich Braden Eric Peters heißt, sind in Massachusetts schwere strafrechtliche Vorwürfe erhoben worden. Wie The Hollywood Reporter berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Social-Media-Star in je einem Anklagepunkt Vergewaltigung, das Betäuben einer Person zum Zweck sexueller Handlungen sowie die Abgabe von Alkohol an eine Minderjährige vor. Die Anklage wurde Anfang September bei einem Gericht auf Cape Cod eingereicht. Sie hängt demnach mit einem mutmaßlichen Vorfall vom 23. Mai 2025 zusammen. Die mutmaßlich Betroffene soll damals 16 Jahre alt gewesen sein. Clavicular weist die Anschuldigungen zurück und will sich juristisch dagegen verteidigen. Seine gerichtliche Anhörung ist für den 14. Oktober angesetzt. Wie The Hollywood Reporter berichtet, drohen ihm im Fall einer Verurteilung wegen Vergewaltigung bis zu 20 Jahre Haft. Da das gesetzliche Schutzalter in Massachusetts bei 16 Jahren liegt, wird dem Influencer allerdings kein Sexualdelikt an einem Kind zur Last gelegt.
Die strafrechtlichen Vorwürfe beziehen sich offenbar auf denselben Vorgang, den Aleksandra Vasilevna Mendoza – auch bekannt als Alorah Ziva – in einer Zivilklage schildert. Sie gibt an, damals 16 Jahre alt gewesen zu sein und von dem Streamer 1.000 Dollar für gemeinsame Videoaufnahmen erhalten zu haben. Getroffen habe man sich im Haus seiner Eltern auf Cape Cod, wo reichlich Alkohol ausgeschenkt worden sei. In stark betrunkenem Zustand habe Clavicular Sex mit ihr gehabt, obwohl sie nicht habe einwilligen können. Am nächsten Morgen sei es laut Aleksandra erneut ohne ihre Zustimmung zu Sex gekommen. Claviculars Anwalt Steve Kramer betonte nach Einreichung der Zivilklage gegenüber TMZ: "Es handelt sich lediglich um Anschuldigungen, die bislang nicht bewiesen sind." Sein Mandant widerspreche der geschilderten Version und wolle sich entschieden verteidigen. Ein Sprecher kritisierte zudem, Aleksandra habe den Vorwurf eines sexuellen Übergriffs erst Monate später in die Klage aufgenommen. Claviculars Umfeld ist der Ansicht, über Belege zur Widerlegung ihrer Darstellung zu verfügen.
In ihrer Zivilklage erhebt Mendoza noch weitere Anschuldigungen. Sie sollte demnach als weibliches Gesicht für Claviculars "Looksmaxxing"-Inhalte auftreten. Während eines Livestreams soll er ihr ohne Zustimmung Aqualyx gespritzt haben – eine in den USA nicht zugelassene Substanz zur Fettauflösung. Im Juli beantragte der Streamer, mehrere Punkte der Zivilklage abzuweisen. Nachdem die strafrechtliche Anklage bekannt geworden war, veröffentlichte er auf X einen angeblich nach dem Vorfall verfassten Brief Mendozas, in dem sie ihm für seine Hilfe gedankt haben soll. Dazu teilte er ein Video, in dem sie die Aqualyx-Spritze als "lustig" bezeichnete, ihn "supernett" nannte und erzählte, er habe ihr danach ein Uber nach Hause bestellt. Wann die Aufnahme entstand, ist allerdings unklar. Seine Sicht auf den Streit fasste Clavicular auf X so zusammen: "Du versuchst mit allen Mitteln, meine Aufmerksamkeit zu bekommen – eine Klage? Ernsthaft ... wirklich kleinlich von dir." Zuletzt wurde der "Looksmaxxer" im März festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, zwei Frauen dazu angestachelt zu haben, sich gegenseitig zu attackieren, und das Video der Auseinandersetzung anschließend im Netz geteilt zu haben, um damit Klicks zu generieren. Doch wegen mangelnder Beweislage wurde der Fall eingestellt.



















