Piers Morgan nennt Earl Spencer "einen kleinen Wichtigtuer"

Piers Morgan nennt Earl Spencer "einen kleinen Wichtigtuer"

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Eine öffentliche Entschuldigung ist Piers Morgan (61) offenbar nicht genug: Der Moderator will nun juristisch gegen Charles Spencer (62) und dessen Verlag Penguin vorgehen. Das kündigte er in der Sendung "Good Morning Britain" an. Sein Ziel sei es, die umstrittenen Passagen über ihn vollständig aus Spencers neu erschienenen Memoiren "Swan Song" entfernen zu lassen. Notfalls müsse dafür sogar die gesamte erste Auflage eingestampft werden. Hintergrund ist eine Behauptung, die Prinzessin Dianas (†36) Bruder mittlerweile selbst als falsch eingeräumt hat: Morgan sei 1993 Chefredakteur des Daily Mirror gewesen, als der Sunday Mirror sehr private Fitnessstudiofotos von Diana veröffentlichte. Tatsächlich wechselte Morgan erst im Oktober 1995 zum Daily Mirror. Für den Moderator handelt es sich dabei nicht um einen unbedeutenden Fehler, da ihm dadurch die Verantwortung für einen massiven Eingriff in die Privatsphäre der Royal zugeschrieben werde. Im TV teilte Morgan entsprechend aus und bezeichnete Spencer wegen dessen Vorgehens gegen König Charles III. (77) als "einen kleinen Wichtigtuer".

Weniger als 24 Stunden vor Morgans Auftritt bei "Good Morning Britain" hatte sich Spencer öffentlich entschuldigt und eingeräumt, sich hinsichtlich Morgans damaliger beruflicher Position geirrt zu haben. An einer anderen Darstellung in seinem Buch hält er allerdings fest. Demnach soll Morgan bei einem Telefonat kurz vor Dianas Beerdigung ungehalten reagiert haben, nachdem ihm mitgeteilt worden sei, dass er bei der Trauerfeier nicht willkommen sei. Auch diese Schilderung bestreitet der Moderator entschieden. "Ich kann kategorisch sagen, dass das eine dreiste Lüge ist. Ich war Charles Spencer gegenüber sehr respektvoll", stellte Morgan bei "Good Morning Britain" klar. Er habe der Familie damals sogar sein Beileid ausgesprochen. Sein Team habe Spencer und Penguin inzwischen schriftlich darauf hingewiesen, dass die aus seiner Sicht verleumderische Aussage weiterhin in bereits gedruckten Exemplaren enthalten sei. Mit jedem weiteren verkauften Buch werde der Schaden seiner Ansicht nach größer.

Gegenüber der BBC wurde Piers Morgan noch deutlicher und forderte, die "beanstandeten Seiten" vollständig aus Charles Buch zu entfernen. Dabei nimmt der Moderator offenbar auch drastischere Konsequenzen in Kauf. "Und wenn das bedeutet, dass sie die erste Auflage einstampfen, dann soll es so sein", erklärte er. Spencers Memoiren tragen den vollständigen Titel "Swan Song: Diana, My Sister" und beschäftigen sich mit seiner 1997 verstorbenen Schwester Prinzessin Diana sowie weiteren Mitgliedern der Königsfamilie, darunter König Charles. Prinz William (44) und Prinz Harry (42) bekamen das Buch ihres Onkels vor der Veröffentlichung nicht zu lesen. Von den brisanten Inhalten erfuhren die beiden demnach wie die Öffentlichkeit erst durch vorab veröffentlichte Auszüge.

Collage: Piers Morgan und Earl Charles Spencer
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Piers Morgan und Earl Charles Spencer
Piers Morgan im September 2023
Getty Images
Piers Morgan im September 2023
Charles Spencer im Oktober 2009
Getty Images
Charles Spencer im Oktober 2009
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