Kindheitstrauma verbindet Prinz William und Harry für immer

Kindheitstrauma verbindet Prinz William und Harry für immer

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Prinz William (44) und Prinz Harry (42) mussten sich nun erneut mit dem dunkelsten Kapitel ihrer Kindheit auseinandersetzen: Im Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester" erhebt ihr Onkel Earl Spencer neue brisante Vorwürfe gegen das Königshaus rund um die Zeit direkt nach dem Tod ihrer Mutter Prinzessin Diana 1997. Trotz der jahrelangen Entfremdung der beiden Brüder, kaum Gemeinsamkeiten und ihrer völlig unterschiedlichen Rollen innerhalb und außerhalb der britischen Monarchie, fielen ihre Reaktionen nahezu identisch aus. Beide schwiegen zu den Behauptungen und richteten den Blick stattdessen auf ihre öffentlichen Termine. William absolvierte gemeinsam mit seiner Frau Prinzessin Kate (44) mehrere Auftritte auf der schottischen Isle of Bute, half bei einer Strandreinigung, probierte die Sportart Shinty (Verwandt mit Hockey) aus und kehrte in einem Pub ein. Laut HELLO! wirkte er zwar etwas zurückhaltender als bei vorherigen Terminen, blieb aber aufmerksam und engagiert. Harry wiederum zeigte sich ohne Herzogin Meghan (45) bei den Invictus Spirit Awards im Old Royal Naval College in London und setzte sich dort für verwundete Veteranen ein. Es kann davon ausgegangen werden, dass weder William noch Harry den Inhalt des Buches im Vorhinein kannten.

Earl Spencer behauptet in seinem Werk unter anderem, der damalige Thronfolger, der Prinz von Wales, habe unmittelbar nach dem Tod seiner Ex-Frau Diana gesagt: "Wir werden sie schon bald vergessen." Zudem soll der Royal "überschwänglich erfreut" und wie ein "Lotteriegewinner" geklungen haben. Der Buckingham-Palast, der sich sonst zurückhält, reagierte diesmal direkt und verteidigte Charles über ein Statement: "Obwohl wir Bücher grundsätzlich nicht kommentieren, ist sich Seine Majestät bewusst, dass der Schmerz geschwisterlicher Trauer die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und Erinnerungen auf eine Weise färben kann, die andere selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust nicht nachvollziehen können." Prinz Harry hingegen stellte im Gespräch mit HELLO! seine Familie und seine Projekte in den Vordergrund: "Es war ereignisreich. Aber wissen Sie, wir stürzen uns in die Arbeit. Die Kinder sind in der Schule. Wir sind glücklich." Royalredakteurin Emily Nash ordnet das stark ähnelnde Verhalten als Pflichtbewusstsein ein: William konzentriere sich auf seine Familie und vor allem die künftige Ausrichtung der Monarchie, Harry versuche, wieder in Großbritannien Fuß zu fassen, und wolle sich trotz seiner Nähe zum Onkel mit seinem Vater versöhnen.

Als Diana 1997 starb, waren die Prinzen erst 15 und zwölf Jahre alt. Die gemeinsame Trauer und die Erfahrung, den Verlust der Mutter sowie den Rosenkrieg ihrer Eltern vor den Augen der Weltöffentlichkeit verarbeiten zu müssen, bleiben eine Verbindung zwischen ihnen – ungeachtet des heutigen Zerwürfnisses. Die Distanz zwischen den beiden soll inzwischen so groß sein, dass seit rund zwei Jahren gar kein Kontakt mehr zwischen ihnen besteht. William gilt als vergleichsweise gelassen, wenn Harry ihn öffentlich kritisiert. Äußerungen über Kate sollen für den Prinzen von Wales jedoch eine klare Grenze darstellen. Auch als Väter zeigen beide einen ähnlichen Schutzinstinkt: William und Kate lassen Prinz George (13), Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8) nur kontrolliert auftreten, Harry und Meghan halten Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus und zeigen sie nur selten mit erkennbaren Gesichtern. Dies eint die Brüder weiterhin: der frühe Verlust ihrer Mutter und der Wunsch, ihre Kinder vor dem öffentlichen Druck zu bewahren, unter dem sie selbst aufwuchsen.

Collage: Prinzessin Diana, Prinz Harry und Prinz William
JEAN-PIERRE MULLER/AFP via Getty Images, Andy Stenning/Pool/Afp via Getty Images, Chris Jackson/Gett
Collage: Prinzessin Diana, Prinz Harry und Prinz William
Ankunft bei der Royal Film Performance: Prinz William und Prinzessin Kate besuchen die Weltpremiere von "Digger" in London
Imago
Ankunft bei der Royal Film Performance: Prinz William und Prinzessin Kate besuchen die Weltpremiere von "Digger" in London
Prinzessin Diana, Prinz Harry, Prinz William und König Charles III. im September 1995
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Prinzessin Diana, Prinz Harry, Prinz William und König Charles III. im September 1995
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