Krebsdiagnose: Dolph Lundgren plante seine eigene Beerdigung
Dolph Lundgren (68) hat sich während seiner Krebserkrankung ernsthaft auf das eigene Sterben eingestellt. In seiner neuen Autobiografie "Fights Worth Fighting: Finding Strength in Struggle" blickt der Schauspieler auf die dunkelste Phase seines Lebens zurück. Gegenüber Fox News Digital schilderte der "Rocky IV"-Darsteller, dass er sich nach einer niederschmetternden Prognose konkret auf seinen Tod vorbereitete. "Seine eigene Beerdigung zu planen, ist so eine Redewendung, aber ich habe das buchstäblich getan. Das war hart", gestand der Schwede dem Medium. Zeitweise dachte er sogar darüber nach, sein Leben selbst zu beenden, statt schwer von der Krankheit gezeichnet im Bett zu liegen. Mit seinem Bruder Johan habe er besprochen, dass dieser ihm im äußersten Fall helfen würde. So weit kam es jedoch nicht. Eine neue Ärztin und ein veränderter Behandlungsansatz gaben dem Actionstar wieder Hoffnung. Seit November 2024 gilt er als krebsfrei.
Entdeckt worden war die Krankheit bereits 2015, als Ärzte einen bösartigen Tumor in seiner Niere fanden. Nach dessen operativer Entfernung blieb er fünf Jahre ohne Krebs und stand unter anderem für "Creed II" und Aquaman vor der Kamera. 2020 folgte dann der Rückschlag mit weiteren Tumoren. Später hieß es, der Krebs habe sich auf die Leber, beide Lungenflügel, die Wirbelsäule sowie in und um die linke Niere ausgebreitet. Ein Arzt gab Dolph nur noch zwei bis drei Jahre zu leben. Wegen dessen Tonfalls rechnete der Schauspieler selbst eher mit ein bis zwei Jahren. Zurück in Los Angeles holte er sich bei der UCLA-Onkologin Dr. Alexandra Drakaki eine zweite Meinung. Wie Dolph in seinem Buch beschreibt, erkannte Alexandra bei den vermeintlichen Nierenkrebszellen eine Mutation, die häufig bei Lungenkrebs vorkommt. Die zuvor über zwei Jahre verabreichten Medikamente hatten deshalb nicht angeschlagen. Nach der Anpassung der Behandlung besserte sich sein Zustand, und seine Gedanken an einen selbstbestimmten Tod konkretisierten sich nicht weiter.
Als wichtigste Stützen in dieser Zeit sieht Dolph seine Ehefrau und seine Töchter. "Sie waren diejenigen, die mich allein durch ihre bloße Anwesenheit am Weitermachen hielten", erklärte er. Auch körperliche Aktivität, Disziplin und sein eigener "Kämpfergeist" hätten ihm geholfen. Besonders berührt zeigte sich der Filmstar zudem von der Reaktion seines langjährigen Weggefährten Sylvester Stallone (80). Sein langjähriger Weggefährte meldete sich nach Bekanntwerden der Diagnose als einer der Allerersten – noch vor manchen Verwandten – und zeigte sich dabei ziemlich emotional. Die beiden kennen sich seit rund 40 Jahren und drehten sechs Filme miteinander. Aus dem anfänglichen Verhältnis zwischen Mentor und Newcomer entstand Dolph zufolge eine Freundschaft auf Augenhöhe. Auch ihre Erfahrungen als Väter von Töchtern verbinden sie. "Es hat mich berührt. Und das war eine andere Seite von ihm, die ich noch nie gesehen hatte. Seitdem sind wir sehr enge Freunde, sogar noch enger als zuvor", erzählte Dolph dem Medium. Seinen Weg mit der Krebserkrankung hält er in einer Doku fest.























