Russell Crowes "Unabomber" erobert in 68 Ländern die Charts

Russell Crowes "Unabomber" erobert in 68 Ländern die Charts

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min
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Russell Crowe (62) kann sich über einen internationalen Streaming-Erfolg freuen: Sein Thriller "Unabomber", der auf wahren Begebenheiten basiert, hat den Spitzenplatz der Netflix-Charts erobert. Laut der Auswertung des Streamingdatenportals FlixPatrol, das die Netflix-Platzierungen in insgesamt 88 Ländern auswertet, steht der Film in 68 Ländern auf Platz eins – auch in Deutschland führt die Produktion die Rangliste an. Netflix selbst ist in mehr als 190 Staaten und Territorien verfügbar. Dabei ist "Unabomber" erst seit dem 24. September 2026 zugänglich und konnte sich somit innerhalb weniger Tage weltweit durchsetzen. Russell verkörpert darin den Harvard-Professor Henry Murray, der an der Eliteuniversität auf den jungen Ted Kaczynski trifft. Den zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 16-jährigen Ted, der mit einem Stipendium an die renommierte Universität kommt, spielt Jacob Tremblay (19).

Henry bezieht den Studenten in experimentelle Studien ein, die bei dem später als Unabomber bekannt gewordenen Attentäter bleibende Spuren hinterlassen. Die Handlung des Films erstreckt sich über zwei Zeitebenen. In den 1990er-Jahren führt FBI-Agentin Joanne Miller, gespielt von Shailene Woodley (34), die Ermittlungen und die Jagd nach dem Bombenleger an. Parallel dazu werden aus Teds eigener Perspektive dessen Jugend und Entwicklung nachgezeichnet. Zwischen 1978 und 1995 verschickte er insgesamt 16 Brief- und Paketbomben – darunter Universitäten und Fluggesellschaften. Drei Menschen starben bei den Anschlägen, weitere 23 wurden verletzt. Auslöser für seine Taten soll seine radikale Überzeugung gwesen sein, dass technischer Fortschritt sowie die moderne Industrie- und Leistungsgesellschaft die Menschen zunehmend voneinander entfremdeten.

Für Russell ist der aktuelle Spitzenplatz nicht der erste Netflix-Erfolg dieser Art. Bereits im März 2026 schaffte es sein Thriller "Sleeping Dogs" an die Spitze der Netflix-Charts. Darin war der zweifache Vater als pensionierter Ermittler Roy Freeman zu sehen, der an Alzheimer erkrankt ist. Mithilfe einer experimentellen Behandlung versucht seine Figur, verlorene Erinnerungen zurückzugewinnen, und nimmt dabei einen Jahre zurückliegenden Mordfall erneut unter die Lupe. Doch während seine Performance auf der Leinwand überzeugte, soll das Miteinander am Set schwierig gewesen sein. Wie aus Trivia-Einträgen bei IMDb hervorgeht, habe Russell verlangt, dass die Trittstufe an seinem Wohnwagen demontiert und durch eine maßgefertigte Stufe ersetzt wird – obwohl er sich nur kurze Zeit darin aufhielt. Das Team empfand die Zusammenarbeit mit dem "Gladiator"-Star demnach als äußerst schwierig.

Russell Crow als Henry Murray und Jacob Tremblay als Ted Kaczynski in "Unabomber"
Philippe Bosse / Netflix ©2026
Russell Crow als Henry Murray und Jacob Tremblay als Ted Kaczynski in "Unabomber"
Russell Crowe als Henry Murray, Filmszene aus "Unabomber"
Philippe Bosse / Netflix ©2026
Russell Crowe als Henry Murray, Filmszene aus "Unabomber"
Jacob Tremblay als Ted Kaczynski in "Unabomber"
Philippe Bosse / Netflix ©2026
Jacob Tremblay als Ted Kaczynski in "Unabomber"
Hat "Unabomber" den Spitzenplatz in den Netflix-Charts eurer Meinung nach verdient?