Langes Warten hat ein Ende: König Felipe empfängt Macrons
Acht Jahre nach der persönlichen Einladung ist es so weit: König Felipe (58) und Königin Letizia (54) empfangen Emmanuel Macron (48) und Brigitte Macron (73) am 29. und 30. September zum offiziellen Staatsbesuch in Madrid. Den royalen Höhepunkt der zweitägigen Visite bildet ein glanzvolles Staatsbankett, das das spanische Königspaar für den französischen Präsidenten und seine Frau ausrichtet. Für besondere Spannung sorgt dabei eine bislang offene Frage: Nimmt Kronprinzessin Leonor an dem Galadinner teil? Für die 20-Jährige wäre es die erste Teilnahme an einem Staatsbankett überhaupt und damit eine royale Premiere. Neben dem glamourösen Teil steht auch Diplomatie auf dem Plan. Emmanuel soll unter anderem mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zusammentreffen. Weitere Einzelheiten zum genauen Ablauf des Besuchs sollen noch bekannt gegeben werden.
Felipe hatte Emmanuel bereits bei dessen Arbeitsbesuch in Madrid 2018 persönlich zu einer offiziellen Visite eingeladen. Wie La Vanguardia berichtet, wurde der Besuch danach mehrfach verschoben. Zunächst machte die Coronapandemie internationale Reisen unmöglich, später kamen politische Turbulenzen in Spanien und Schwierigkeiten rund um den spanisch-französischen Freundschaftsvertrag hinzu. Kurz vor der Ankunft der Gäste ehrte der Monarch das Präsidentenpaar noch mit hohen Auszeichnungen: "In dem Wunsch, Seiner Exzellenz Herrn Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik, ein Zeichen Meiner königlichen Wertschätzung zu geben, [...] verleihe Ich ihm hiermit die Collane des Ordens Isabella der Katholischen."
Der Freundschaftsvertrag, den Emmanuel und Pedro im Januar 2023 unterzeichneten, soll die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Spanien vertiefen. Das Abkommen betrifft unter anderem die Außenpolitik, Verteidigung, Sicherheit, Energie, Verkehr und Justiz. Frankreich ratifizierte das Abkommen im März 2025, im spanischen Parlament scheiterte der Vorgang jedoch im Mai 2025. Auch bei einem erneuten Anlauf ein Jahr später meldeten PP und Vox verfassungsrechtliche Bedenken an. Weiter aufschieben wollte man den Staatsbesuch deshalb aber nicht. Während in Madrid nun vor allem auf einen möglichen Auftritt von Leonor geschaut wird, hält sich ihre jüngere Schwester derzeit ausgerechnet in Frankreich auf: Die Königstochter startete im September in ihr zweites Studienjahr am Forward College in Paris, wo sie Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen studiert.





























