Scorpions-Biopic zeigt ihren Kampf gegen Grenzen
Am 28. Januar 2027 kommt die außergewöhnliche Karriere der Scorpions auf die große Leinwand: Das Biopic "Wind of Change" zeichnet den Aufstieg der Hannoveraner Rockband von kleinen Clubs im Nachkriegsdeutschland bis zu den größten Bühnen der Welt nach. Dabei spart die Produktion auch die Widerstände nicht aus: In der Heimat wurden die Musiker anfangs belächelt, im Ausland mussten sie gegen die Schatten der deutschen Vergangenheit ankämpfen. Mit englischsprachigem Hardrock wollten die Scorpions Grenzen zwischen Menschen, Nationen und politischen Systemen überwinden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Welthit "Wind of Change", der zum Soundtrack des Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung wurde. Für die Verfilmung standen laut Bild unter anderem Alexander Dreymon (43), Ludwig Trepte (38), Ed Speleers, David Kross (36) und Dominic West (56) vor der Kamera. Die Regie übernahm Alex Ranarivelo.
Das Biopic verknüpft die Erfolgsgeschichte der Band mit der Geschichte des geteilten Deutschlands und der endlosen Sehnsucht nach Freiheit. Ein wichtiger Handlungsstrang: Als ihr Freund Andrej in der DDR verhaftet wird, setzen die Musiker daraufhin alles auf eine Karte und versuchen mit ihren Songs dort etwas zu bewegen, wo die Politik an ihre Grenzen kommt. Der Sänger Klaus Meine blickt auf den Weg über die holprigen Anfänge in Hannover bis zu Konzerten im Madison Square Garden und in ausverkauften Arenen in Los Angeles, Moskau, Paris und Tokio zurück. "Diese wilde Rock-'n'-Roll-Reise wird jetzt in einem Biopic lebendig. Der Film hat, wie auch schon der Song 'Wind of Change', den Zeitgeist perfekt eingefangen und zeigt eine Band, die als musikalischer Brückenbauer Geschichte geschrieben hat", erklärte er gegenüber Bild. Für Matthias Jabs (70) ist der Film vor allem eine Verbeugung vor dem Publikum und den Fans: "Der Kinofilm 'Wind of Change' ist auch ein großes Dankeschön an all die Generationen von Fans auf der ganzen Welt geworden, die uns auf diesem unglaublichen Weg begleitet haben."
Von Weltruhm war in den Anfangsjahren allerdings noch nichts zu spüren – im Gegenteil. Einige der ersten Engagements kamen sogar durch die Vermittlung des Arbeitsamtes zustande. Zu diesen ungewöhnlichen Auftritten gehörte ein Gig in einem Hotel in Goslar, wo die junge Rockband vor Mitgliedern eines örtlichen Tennisklubs spielte. Verstärker, Rockerimage und Tennisgesellschaft – eine Kombination, die vermutlich für alle Beteiligten überraschend war. Aus diesen bescheidenen Anfängen wurde über sechs Jahrzehnte hinweg eine internationale Karriere. Wie groß die Zweifel an den Plänen der Band zunächst waren, fasst Gründer Rudolf Schenker (78) gegenüber Bild zusammen: "Deutsche Jungs, die englischen Hardrock spielen wollen? Völlig unmöglich! Aber wir haben in dem geteilten Deutschland mit unbändigem Willen, unserer Vision und unserer Musik den Traum verwirklicht. Es ist eine kosmische Reise geworden, die das Biopic 'Wind of Change' wunderbar nachzeichnet."
























