Dieser Horrorfilm inspirierte Stephen King zu erstem Werk
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Dieser Horrorfilm inspirierte Stephen King zu erstem Werk

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Lange bevor Stephen King (79) als weltberühmter Horrorautor Erfolge feierte, brachte ihn ein Kinobesuch selbst zum Schreiben. Als Jugendlicher sah er den 1961 erschienenen Film "Das Pendel des Todes" mit Vincent Price und war offenbar so beeindruckt von der Geschichte, dass er eine eigene kurze Romanversion daraus verfasste. Wie Stephen in seiner Autobiografie "On Writing: A Memoir of the Craft" schilderte, blieb es allerdings nicht bei einem handgeschriebenen Exemplar. Im Keller seines Elternhauses nutzte der angehende Schriftsteller eine kleine Druckerpresse, um seine Geschichte selbst zu vervielfältigen. Anschließend nahm er die Hefte mit in die Schule und verkaufte sie dort an seine Mitschüler. Der Gruselklassiker wurde für Stephen damit zu mehr als nur einem prägenden Kinoerlebnis: Er gab ihm auch den Anstoß für eines seiner ersten selbstproduzierten Werke.

Im Original trägt "Das Pendel des Todes" den Titel "The Pit and the Pendulum". Der rund 80-minütige Gothic-Horrorfilm wurde von Roger Corman (†98) inszeniert und ist lose von Edgar Allan Poes Kurzgeschichte "Die Grube und das Pendel" inspiriert. Im Mittelpunkt steht Francis Barnard, der nach dem mysteriösen Tod seiner Schwester zu einem düsteren Schloss reist. Dort trifft er auf ihren Ehemann Nicholas Medina und wird schon bald mit rätselhaften Ereignissen konfrontiert. Seine Nachforschungen führen Francis schließlich in eine alte Folterkammer, die zahlreiche Geheimnisse verbirgt. Der Film verbindet die unheimliche Schlosskulisse mit Wahnsinn, psychologischem Schrecken und einer markanten Bildsprache. Genau diese Mischung scheint bei Stephen einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, wie er später auch in seiner Autobiografie schilderte. Wer den Klassiker selbst sehen möchte, kann ihn derzeit bei Amazon Prime Video streamen.

Auch Jahrzehnte nach diesem Erlebnis beschäftigt sich Stephen intensiv mit Horrorfilmen und teilt dabei immer wieder seine persönliche Meinung zu Klassikern des Genres. Einen anderen Streifen bewertete der Schriftsteller allerdings alles andere als positiv: Bereits 2021 bezeichnete er "Blood Feast" aus dem Jahr 1963 auf X als den für ihn schlimmsten Horrorfilm aller Zeiten. Der blutige Kultfilm erschien damit nur zwei Jahre nach "Das Pendel des Todes", das Stephens frühe Schreibversuche maßgeblich angestoßen hatte. Beide Produktionen stammen somit aus einer Zeit, in der seine lebenslange Verbindung zum Horrorgenre ihren Anfang nahm. Während Rogers Gothic-Horrorfilm den Jugendlichen dazu inspirierte, selbst kreativ zu werden und seine Romanfassung in der Schule zu verkaufen, landete "Blood Feast" viele Jahre später am anderen Ende seiner persönlichen Bewertungsskala. Inzwischen ist Stephen 79 Jahre alt und zählt mit seinen zahlreichen Romanen und Kurzgeschichten zu den bekanntesten Autoren des Horrorgenres weltweit.

Stephen King 2024
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Stephen King 2024
Roger Corman, Regisseur
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Roger Corman, Regisseur
Autor Stephen King im Juni 2012 in Los Angeles
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Autor Stephen King im Juni 2012 in Los Angeles
Wie findet ihr es, dass Stephen seine erste Geschichte kurzerhand selbst druckte und verkaufte?