Dreh der neuen "Harry Potter"-Serie gestaltet sich schwierig

Dreh der neuen "Harry Potter"-Serie gestaltet sich schwierig

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Die Dreharbeiten zur neuen Harry Potter-Serie stellen die Crew offenbar vor einige Herausforderungen. Grund dafür ist vor allem der eng getaktete Alltag der jungen Hauptdarsteller Dominic McLaughlin, Arabella Stanton (12) und Alastair Stout. Während sie als Harry, Hermine und Ron vor der Kamera stehen, müssen die drei weiterhin regulär unterrichtet werden. Kameramann Adriano Goldman erklärte nun in einem YouTube-Interview mit Regisseur Andre Pilli, dass das Team die Zeit im Klassenzimmer daher für andere Aufnahmen und Vorbereitungen nutzen müsse. Zahlreiche Szenen würden vorgezogen oder bereits lange im Voraus vorbereitet. Eine chronologische Produktion sei unter diesen Umständen kaum möglich. Stattdessen springe die Crew immer wieder zwischen verschiedenen Teilen der Handlung hin und her. "Es ist wirklich schwierig. Man dreht wegen dieser Art von Drehplan alles durcheinander", schilderte Adriano die ungewöhnliche Arbeitsweise.

Laut Adriano müsse das Team für die Serie "wahnsinnig schnell drehen". Das könne sich allerdings auf das Ergebnis auswirken, wie er im Interview warnte: "Je schneller man dreht, desto mehr leidet die Qualität." Obwohl HBO für die neue Adaption umfangreiche finanzielle und technische Mittel zur Verfügung stelle, seien die Arbeitsbedingungen keineswegs entspannt. "Natürlich haben wir viele Ressourcen, aber es ist brutal", betonte der aus The Crown bekannte Kameramann. Auch nach dem Abschluss einer Staffel soll es möglichst schnell weitergehen. HBO-Chef Casey Bloys sagte gegenüber The Times: "Unser Ziel ist es, die Pause so kurz wie möglich zu halten, vor allem, weil die Kinder ja älter werden." Jeder der sieben Romane von J. K. Rowling soll eine eigene Staffel bekommen. Für die Umsetzung sind insgesamt rund zehn Jahre vorgesehen, wodurch Dominic, Arabella und Alastair langfristig an das Großprojekt gebunden sind. Der Serienstart bei HBO Max ist für den 25. Dezember geplant.

Damit die minderjährigen Stars ihre Ausbildung trotz der Dreharbeiten fortsetzen können, wurde in London eigens eine Schule für sie eingerichtet. Die Einrichtung sorgte sogar über die Produktion hinaus für Aufmerksamkeit: Robert Pattinson (40) verriet gegenüber GQ, dass er sie während seiner Arbeit an Batman 2 in London entdeckte und zog sie als mögliche erste Schule für seine kleine Tochter in Betracht. Dass Dominic, Arabella und Alastair überhaupt in die berühmten Rollen schlüpfen dürfen, verdanken sie einem gigantischen Auswahlverfahren. Mehr als 30.000 Kinder hatten sich für die Parts des Hogwarts-Trios beworben. Die drei setzten sich schließlich gegen die Konkurrenz durch und treten damit in die Fußstapfen von Daniel Radcliffe (37), Emma Watson (36) und Rupert Grint (38), die die Figuren bereits in den Kinofilmen verkörpert hatten.

Arabella Stanton, Dominic McLaughlin und Alastair Stout bei der HBO Max UK and Ireland Launch-Party in der Queen Elizabeth Hall
Getty Images
Arabella Stanton, Dominic McLaughlin und Alastair Stout bei der HBO Max UK and Ireland Launch-Party in der Queen Elizabeth Hall
Casey Bloys, Programmchef bei HBO
Getty Images
Casey Bloys, Programmchef bei HBO
Robert Pattinson bei den Filmfestspielen in Venedig 2026 auf dem roten Teppich
Getty Images
Robert Pattinson bei den Filmfestspielen in Venedig 2026 auf dem roten Teppich
Der Dreh soll extrem schnell laufen, obwohl dadurch die Qualität leiden könnte: Was ist euch bei der neuen Serie wichtiger?