Darum lassen Nina Proll fiese Gerüchte nicht los
Nina Proll (52) steht aktuell für die Komödie "Krach in Chioggia" auf der Bühne, die am Samstag am Salzburger Landestheater Premiere feiert. In dem Stück spielen Tratsch und Unterstellungen eine zentrale Rolle – Erfahrungen, die der Schauspielerin auch aus ihrem eigenen Leben nicht fremd sind. Wie sie im Gespräch mit Krone verriet, hängt ihre Reaktion auf Gerüchte vor allem davon ab, wer sie verbreitet. Aussagen von Menschen, zu denen sie keinen persönlichen Bezug hat, versucht die Österreicherin nicht allzu nah an sich heranzulassen. Schwieriger wird es hingegen, wenn die Behauptungen aus ihrem eigenen Umfeld kommen. "Bei Menschen, die ich mag – besonders bei Freunden – trifft es mich natürlich schon. Wenn ich Menschen nicht kenne, schenke ich dem Ganzen nicht zu viel Aufmerksamkeit", erklärte Nina gegenüber der Zeitung.
Dass Nina, die 2020 auch an The Masked Singer Austria teilnahm, dem Gerede fremder Menschen möglichst wenig Bedeutung beimisst, ist für sie auch eine Art Selbstschutz. Schließlich möchte sie sich davon weder im Privatleben noch bei ihrer Arbeit beeinflussen lassen. "Da wird man ja nicht fertig. Sonst würde ich keine Sekunde mehr auf der Bühne stehen können", stellte sie gegenüber Krone klar. Mit genau solchen Dynamiken aus Gerüchten, Eifersucht und Intrigen beschäftigt sich auch "Krach in Chioggia", in dem Nina eine der Hauptrollen spielt. In der italienischen Kleinstadt Chioggia genügt bereits ein scheinbar harmloser Flirt, um heftige Auseinandersetzungen auszulösen. Regisseur Nuran David Calis überträgt Carlo Goldonis Komödie dabei in die heutige Zeit. An die Stelle des historischen Fischerortes tritt in seiner Inszenierung ein quietschbuntes Büro, in dem die emotionalen Konflikte der Figuren ausgetragen werden.
Auch durch ihre Rolle in der Serie "Vorstadtweiber" ist Nina mit Geschichten rund um Klatsch, Intrigen und zwischenmenschliche Konflikte bestens vertraut. Entsprechend erkennt sie einige Gemeinsamkeiten zwischen dem Serienhit und ihrer neuen Bühnenrolle. "Das Stück hat stellenweise wirklich einen Vorstadtweiber-Charme, mit diesem Weiber-Getratsche. Die Frauen stehen den Männern in ihrer Toxizität in nichts nach. Man ist sich in den Intrigen und Gemeinheiten ebenbürtig", beschrieb sie im Interview weiter. Durch die moderne Inszenierung sollen sich die Zuschauer leichter in den Figuren und ihren Problemen wiedererkennen können. "Man ist immer auf der Suche danach, ein Stück so zu inszenieren, dass es einen Bezug zu heute hat. Dann ist der Sprung zu einem selbst nicht so weit und die Leute können sich besser damit identifizieren", erklärte Nina abschließend.























