Wird "Digger" zum größten Flop in Tom Cruises Karriere?
Für Tom Cruise (64) lief der Start seiner neuen schwarzen Komödie "Digger" alles andere als nach Plan. In den USA spielte der Film zum Auftakt lediglich acht Millionen US-Dollar (7.045.354 Euro) ein. In 74 weiteren Ländern beliefen sich die Einnahmen am Eröffnungswochenende dagegen laut Daily Mail auf insgesamt zwölf Millionen US-Dollar (10.568.031 Euro). Branchenexperten rechnen inzwischen damit, dass das von Alejandro González Iñárritu (63) inszenierte Werk am Ende rund 150 Millionen US-Dollar (132.100.396 Euro) Verlust einfahren könnte – das wäre der größte Flop in der 45-jährigen Karriere des Schauspielers. Besonders bitter ist das schwache Ergebnis wegen der enormen Kosten: Die Produktion soll mindestens 125 Millionen US-Dollar (110.083.663 Euro) gekostet haben, manche Insider sprechen gar von etwa 160 Millionen US-Dollar (140.907.089 Euro). Es sollen zusätzlich etwa 100 Millionen US-Dollar (88.066.930 Euro) für das Marketing ausgegeben worden sein. Um die Ausgaben wieder hereinzuholen, müsste "Digger" weltweit etwa 350 Millionen US-Dollar (308.234.258 Euro) an den Kinokassen einspielen. Nach dem Startwochenende scheint diese Marke weit entfernt.
In dem Film schlüpft Tom in die Rolle des exzentrischen Öltycoons Digger Rockwell, der versehentlich eine ökologische Katastrophe auslöst und anschließend versucht, den Schaden zu reparieren. John Goodman (74) ist als diktatorischer US-Präsident zu sehen. Es lag jedenfalls nicht an mangelnder Vermarktung: Der Hollywoodstar gab erstmals seit Jahren wieder ein Magazininterview, trat in zahlreichen TV-Sendungen auf und stellte den Film in London in Anwesenheit des britischen Thronfolgerpaars vor. Am Montag warb er in Tokio weiter für das Projekt, das am 9. Oktober in Japan anläuft. Auch die Kritiken fallen extrem unterschiedlich aus. Brian Viner vergab in der Daily Mail vier Sterne und urteilte: "Dennoch ist das mutiges und oft brillantes Filmemachen, mit berechtigtem Geflüster über Oscarnominierungen für Iñárritu, Cruise und Goodman." Kevin Maher gab in The Times hingegen nur einen Stern: "Cruise befindet sich stattdessen in der undankbaren Position, zugleich das einzige Verkaufsargument und der verhängnisvolle Schwachpunkt von 'Digger' zu sein."
Bereits im Vorfeld des Kinostarts deuteten Branchenprognosen auf einen der schwächsten breit angelegten US-Starts des Schauspielers seit dem Jahr 2000 hin. Doch selbst die für Nordamerika prognostizierten Einnahmen von rund 15 Millionen US-Dollar (13.210.039 Euro) wurden letztlich deutlich unterschritten. Durchgesetzt hat sich am selben Wochenende die Bestsellerverfilmung "Verity" mit Anne Hathaway (43), Dakota Johnson (37) und Josh Hartnett (48): Mit 32,6 Millionen US-Dollar (28.709.819 Euro) landete der Film klar auf Platz eins der Kinocharts. Kostspielige Rückschläge sind für den Schauspieler allerdings nicht völlig neu. Der Politthriller "Lions for Lambs" floppte 2007, war mit einem Budget von 35 Millionen US-Dollar (30.823.425 Euro) jedoch deutlich günstiger produziert. "The Mummy" soll 2017 einen Verlust von rund 95 Millionen US-Dollar (83.663.584 Euro) gemacht haben – auch das liegt klar unter dem Fehlbetrag, der nun bei "Digger" befürchtet wird.



























