"Bares für Rares"-Fund entpuppt sich als herbe Enttäuschung

"Bares für Rares"-Fund entpuppt sich als herbe Enttäuschung

- Nurin Khalil
Lesezeit: 2 min
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Mit großen Erwartungen reiste Doris Wolfer zu "Bares für Rares": Im Gepäck hatte sie zwei imposante Kerzenleuchter, die sie für Erzeugnisse der französischen Luxusmanufaktur Baccarat hielt. Wären die guten Stücke tatsächlich aus dem Hause der Edelmarke gewesen, hätte in der ZDF-Trödelshow ein Erlös von bis zu 6.000 Euro winken können. Doch Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (61) machte der Verkäuferin schnell einen Strich durch die Rechnung und entlarvte die vermeintlichen Kostbarkeiten als deutlich weniger wertvolle Ware. Die Expertise hatte es in sich: Die Leuchter bestanden nicht, wie von der Verkäuferin angenommen, aus Kristallglas, sondern lediglich aus Pressglas. Auch die silbern schimmernden Bestandteile entpuppten sich nicht als Edelmetall, sondern als Chrom. Von der Verarbeitung zeigte sich Dr. Heide Rezepa-Zabel ebenfalls wenig angetan, ihr Urteil in der Sendung fiel deutlich aus: "primitiv gemacht". Entsprechend ernüchternd fiel der Schätzpreis aus: Gerade einmal 100 Euro setzte die Sachverständige für das Duo an.

Von der herben Enttäuschung ließ sich Doris allerdings nicht aufhalten – sie nahm die Händlerkarte entgegen und wagte den Gang in den Verkaufsraum. Dort sollte sie am Ende sogar noch eine kleine positive Überraschung erleben. Zunächst ging es nicht viel besser weiter. Wolfgang Pauritsch (54) erkannte sofort, dass es sich nicht um Originale der französischen Manufaktur handelte, und auch den übrigen Händlern fiel das Pressglas direkt auf. Waldi eröffnete die Verhandlung wie so oft mit 80 Euro, ein Kollege erhöhte auf 100 Euro und erreichte damit immerhin den Schätzwert. Schließlich legte Wolfgang noch einmal nach und sicherte sich die beiden Kerzenleuchter für 150 Euro – also 50 Euro über der Expertenschätzung.

Doris hatte die Leuchter einst für schlappe 15 Euro auf einem Flohmarkt erstanden. Ganz leer ging sie trotz der geplatzten 6.000-Euro-Hoffnung also nicht nach Hause, sondern nahm das Zehnfache ihres damaligen Kaufpreises ein. Genau darum dreht sich das Prinzip der Sendung: Privatpersonen bringen Gegenstände mit, die zunächst von Sachverständigen geprüft und bewertet werden. Wer anschließend eine Händlerkarte erhält, darf im Händlerraum um den bestmöglichen Verkaufspreis feilschen. Vermeintliche Schätze entpuppen sich dabei manchmal als Massenware, während unscheinbare Stücke plötzlich hohe Summen einbringen können. Zu sehen ist "Bares für Rares" werktags um 15:05 Uhr im ZDF. Wer die Ausstrahlung verpasst, hat bei ZDF Neo gleich zweimal täglich die Gelegenheit zum Nachholen: Dort laufen Wiederholungen um 10:55 Uhr und um 19:20 Uhr.

Liza Kielon und Kollegen, Bares für Rares
Instagram / liza.kielon
Liza Kielon und Kollegen, Bares für Rares
"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel
ZDF/Frank Hempel
"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel
Wolfgang Pauritsch
Nadine Rupp/action press für Bauer Stars&Stories
Wolfgang Pauritsch
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