Katerina Jacob und ihr Mann planen schon den eigenen Tod
Katerina Jacob (68) und ihr Ehemann Jochen Neumann haben sich bereits intensiv mit dem eigenen Lebensende auseinandergesetzt. Seit die Schauspielerin an einer besonders aggressiven Form von Krebs erkrankt war, sprechen die beiden offen über das Sterben und darüber, welche Möglichkeiten für sie infrage kommen. Im Interview mit Bunte verriet die Darstellerin nun, dass sie bereits einen konkreten Schritt unternommen haben: "Mein Mann und ich haben uns zum humanen Sterben angemeldet", erklärte Katerina. Damit wollen sich beide die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebensendes offenhalten. Katerina und Jochen sind seit 30 Jahren ein Paar und seit 15 Jahren verheiratet, ihr Ehemann ist 15 Jahre älter als sie. Die Entscheidung haben sie gemeinsam getroffen, um zu gegebener Zeit selbst bestimmen zu können, wie es weitergeht. Das Thema Tod gehört für das Paar damit längst zu den Gesprächen über ihre gemeinsame Zukunft.
Die Anmeldung bedeutet für Katerina und Jochen allerdings noch keine endgültige Entscheidung. Wie sie tatsächlich handeln werden, wollen sie davon abhängig machen, in welcher Situation sie sich eines Tages befinden. "Und wenn es so weit ist, müssen wir eben entscheiden. Wir sprechen viel darüber", erläuterte die Schauspielerin gegenüber Bunte. Dabei beschäftigt sie sich auch mit der Vorstellung, dass ihr Mann sie überleben könnte. Für diesen Fall wünscht sie sich, dass Jochen nicht dauerhaft allein bleibt. "Ich hoffe, wenn ich vor ihm sterbe – er ist ja noch rüstig und sieht noch sehr gut aus in meinen Augen –, dass er noch mal eine Partnerin findet", erklärte Katerina. Statt solche Gedanken zu verdrängen, sprechen die beiden bewusst über Krankheit, Abschied und darüber, wie das Leben des jeweils anderen nach einem möglichen Verlust weitergehen könnte.
Auslöser für diese intensive Auseinandersetzung mit dem Tod war Katerinas eigene Erkrankung. Bei der Schauspielerin wurde ein sogenannter triple-negativer Krebs diagnostiziert, der als besonders aggressiv gilt. Weil sich die Krankheit nur schwer aufspüren lässt, bezeichnete Katerina sie selbst als "Chamäleon-Krebs". Ihre Behandlung konnte zwar abgeschlossen werden, die Angst vor einem möglichen Rückfall beschäftigte sie jedoch weiterhin. Diese Erfahrung führte schließlich dazu, dass sie und ihr langjähriger Partner heute so offen mit dem Thema Sterben umgehen. Anstatt die damit verbundene Unsicherheit auszublenden, haben die beiden Vorkehrungen getroffen und sich darüber verständigt, welche Möglichkeiten für sie im Ernstfall infrage kommen. Jochen begleitet Katerina bereits seit drei Jahrzehnten durchs Leben und stand auch während der schwierigsten Phase ihrer Erkrankung an ihrer Seite.

























