

Sepp Schauer erzählt von kuriosen Fan-Begegnungen
Für viele Zuschauer ist Sepp Schauer (77) einfach Alfons Sonnbichler – und das offenbar nicht nur auf dem Bildschirm. Wie der Sturm der Liebe-Darsteller im Interview mit Joyn erzählte, wird er auch privat immer wieder mit seiner langjährigen Serienfigur gleichgesetzt. Eine besonders kuriose Begegnung ereignete sich bei einem Stadtbummel mit seiner Ehefrau. Das Paar fuhr Hand in Hand eine Rolltreppe hinauf, als eine entgegenkommende Frau den Schauspieler erkannte. Die Zuschauerin ging auf Sepp zu und löste seine Hand kurzerhand aus der Hand seiner Frau. Anschließend wollte sie von dem vermeintlichen Fürstenhof-Portier wissen: "Wo ist denn die Hildegard?" Für Sepp ein Paradebeispiel dafür, wie eng das Publikum ihn mit seiner Figur und deren Serienehefrau verknüpft.
Auch bei einem Aufenthalt in Italien sorgte seine Serienrolle für eine unerwartete Begegnung. Dort kam eine Zuschauerin auf ihn zugelaufen, sprang ihn förmlich an und drückte ihn überschwänglich. Der Grund für ihre große Erleichterung lag in einer Geschichte, die im italienischen Fernsehen zeitversetzt ausgestrahlt worden war. Alfons hatte wegen einer Fehldiagnose zunächst geglaubt, an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt zu sein. Später folgte jedoch die Entwarnung. "Ich freue mich so! Es ist so schön, dass der Alfons gesund ist!", erklärte die Italienerin erleichtert, wie der Darsteller nun im Interview berichtete. Der Schauspieler selbst konnte die stürmische Reaktion im ersten Moment überhaupt nicht einordnen. Schließlich hatte er die entsprechenden Szenen rund ein halbes Jahr zuvor abgedreht. Erst als ihm der Zusammenhang klar wurde, verstand er die Begeisterung der Zuschauerin. Die große Anteilnahme an Alfons' Schicksal berührte den Darsteller, der nach eigenen Angaben nicht über einen Abschied aus der Serie nachdenkt: "Das ist schön und das tut gut", betonte er gegenüber Joyn.
Sepp steht seit mehr als 20 Jahren für "Sturm der Liebe" als Alfons Sonnbichler vor der Kamera. Viele Zuschauer begleiten den Portier und die übrigen Bewohner des Fürstenhofs damit schon über einen sehr langen Zeitraum. Genau darin sieht der Schauspieler einen Grund für die starke emotionale Nähe des Publikums zu den Figuren. "Ich glaube, das ist fast wie eine Zweitfamilie", erklärte er. Wie stark Rolle und Privatperson in der Wahrnehmung mancher Zuschauer verschwimmen, bekommt er regelmäßig zu spüren – und zwar nicht nur in besonders außergewöhnlichen Situationen. Auch im Alltag wird er mitunter gar nicht mit seinem echten Namen angesprochen. Stattdessen begrüßen ihn Fans direkt mit den Worten: "Ach der Alfons, Servus!" Nach so vielen Jahren am Fürstenhof scheint sein bekanntes TV-Alter-Ego für manche Zuschauer fest mit ihm verbunden zu sein.
























