70-Millionen-Klage bringt Märtha Louise in Bedrängnis

70-Millionen-Klage bringt Märtha Louise in Bedrängnis

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Prinzessin Märtha Louise (55) muss nach ihrer gemeinsam mit Ehemann Durek Verrett (51) eingereichten Millionenklage deutliche Kritik einstecken. Caroline Vagle, Royal-Expertin von Se & Hör, sieht in der Argumentation der norwegischen Prinzessin einen Verstoß gegen deren Abmachung mit König Harald und dem Königshaus. In dem Verfahren vor einem Gericht in Los Angeles führt Märtha Louise unter anderem an, dass angeblich falsche Aussagen und äußerer Druck rund um ihren Titel sie berufliche Chancen und kommerzielle Kooperationen gekostet hätten. Genau darin sieht die Expertin einen Widerspruch: "Sie hat mit König Harald und dem Königshaus vereinbart, dass der Prinzessinnentitel nicht kommerziell genutzt werden soll. Nun sagt sie selbst, dass der Status als Prinzessin einen kommerziellen Wert hat und ihre Geschäftsmöglichkeiten beeinflusst", erklärte Caroline gegenüber Svensk Dam. Und weiter: "Aus meiner Sicht verstößt sie damit gegen die Prämisse der Vereinbarung mit dem Königshaus. Eine Vereinbarung, die glasklar ist: Sie wird kein Geld damit verdienen, Prinzessin zu sein."

Märtha Louise und Durek fordern laut Gerichtsunterlagen, die VG einsehen konnte, zusammen mit Dureks Firma Ohana Productions mehr als 80 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Das entspricht umgerechnet rund 70 Millionen Euro. Die Klage richtet sich gegen mehrere Personen, denen das Paar falsche und rufschädigende Behauptungen vorwirft. Diese sollen gesundheitliche, finanzielle und berufliche Folgen für die beiden verursacht haben. Zu den beanstandeten Aussagen zählt unter anderem die Behauptung, der Schamane habe seine Frau einer Gehirnwäsche unterzogen. Ihr Anwalt Richard Roth ließ in einer von VG verbreiteten Stellungnahme wissen: "Der Ruf unserer Mandanten wird seit Jahren von der Öffentlichkeit beurteilt. Jetzt werden die Fakten vor Gericht geprüft." Märtha Louises Managerin Carina Scheele Carlsen bestätigte dem Blatt die Einreichung der Klage. Zu den einzelnen Vorwürfen oder den konkret kritisierten Äußerungen wollte sie sich dem Bericht zufolge allerdings nicht weiter äußern.

Unter den Beklagten sollen sich mehrere Menschen aus dem früheren privaten und geschäftlichen Umfeld des Ehepaares befinden. Dazu zählen Dureks Halbschwester und eine ehemalige Partnerin. Zwei der beschuldigten Personen wird zusätzlich vorgeworfen, gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen verstoßen zu haben. Märtha Louise und der US-amerikanische Schamane machten ihre Beziehung 2019 öffentlich und fünf Jahre später gaben sie sich in den norwegischen Fjorden das Jawort. Bereits vor der Hochzeit hatte der Umgang der Royal-Dame mit ihrem Prinzessinnentitel für Diskussionen gesorgt. Nachdem die dreifache Mutter ihn im Zusammenhang mit geschäftlichen Aktivitäten eingesetzt hatte, traf sie mit ihrem Vater König Harald und dem Königshaus eine Abmachung. Seitdem soll der Prinzessinnentitel aus kommerziellen Zusammenhängen herausgehalten werden.

Prinzessin Märtha Louise, 2026
Imago
Prinzessin Märtha Louise, 2026
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, August 2024
IMAGO / PPE
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, August 2024
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, Juni 2025
Getty Images
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, Juni 2025
Wie findet ihr es, dass Märtha Louise und Durek mehr als 70 Millionen Euro Schadensersatz fordern?