Angelina Jolies Anwalt wirft Brad Pitt Belästigung vor

Angelina Jolies Anwalt wirft Brad Pitt Belästigung vor

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Der Streit um das französische Weingut Château Miraval zwischen Angelina Jolie (51) und Brad Pitt (62) geht in die nächste Runde. Nun erhebt Angelinas Anwalt Paul Murphy deutliche Vorwürfe gegen den Schauspieler. Wie TMZ berichtet, wirft der Jurist Brad vor, mit seiner Forderung nach Einsicht in die Finanz- und Steuerunterlagen seiner Ex-Frau aus den Jahren 2017 bis 2019 lediglich Druck auf sie ausüben und sie belästigen zu wollen. Ein Richter hat den entsprechenden Antrag des Hollywoodstars inzwischen vorläufig zurückgewiesen. Zur Begründung hieß es, Brad habe keine ausreichend gewichtigen Argumente vorgebracht, die einen solchen Eingriff in Angelinas Privatsphäre rechtfertigen würden. Auch Murphy fand gegenüber dem US-Portal klare Worte: "Mr. Pitts unerbittliche Forderung nach belästigenden Informationen ist nur der jüngste Ausdruck seiner Versuche, sie und die Darstellungen in diesem Fall zu kontrollieren." Damit verschärft sich die ohnehin seit Jahren andauernde juristische Auseinandersetzung der ehemaligen Eheleute weiter.

Angelina beabsichtigt dem Bericht zufolge nicht, während ihrer Aussage über ihre Einkünfte aus den betreffenden Jahren zu sprechen. Sollte sie ihre damaligen Einnahmen dennoch selbst zum Thema machen, könnte Brad erneut beantragen, die entsprechenden Unterlagen einsehen zu dürfen. Ihr Anwalt betonte zudem, dass es für die Verteidigung von Brads Position nicht notwendig sei, Einblick in das Privatleben seiner früheren Ehefrau zu erhalten. "Was Angelina will und immer wollte, ist, ihr persönliches und finanzielles Leben von ihrem Ex-Mann zu entflechten", erklärte Murphy gegenüber TMZ. Gleichzeitig machte der Jurist dem Schauspieler einen weiteren schweren Vorwurf: "Anstatt das Richtige zu tun und sie zu einem vereinbarten Preis auszuzahlen, versuchte Mr. Pitt in letzter Minute, ihren Ausstieg aus Miraval als Druckmittel zu nutzen, um sie zur Unterzeichnung einer Verschwiegenheitsvereinbarung zu zwingen, die seinen Missbrauch an ihr und ihren Kindern vertuschen sollte." Nach Darstellung von Angelinas Anwalt steht dieser Streitpunkt im Mittelpunkt des Verfahrens – nicht die privaten Einkünfte seiner Mandantin aus den fünf Jahren vor dem Verkauf ihrer Anteile.

Schon zuvor hatte Brad verlangt, dass Angelina neben ihren Einkünften aus den Jahren 2017 bis 2019 auch mögliche spätere Gewinnbeteiligungen aus Verträgen mit Filmstudios offenlegt. Während die Schauspielerin einer Herausgabe ihrer Finanzunterlagen für 2020 und 2021 zustimmte, verweigerte sie die Offenlegung weiterer Daten. Ihrer Auffassung nach seien diese für den Rechtsstreit um das Weingut nicht relevant und beträfen ihre Privatsphäre. Ausgelöst wurde der Konflikt durch Angelinas Verkauf ihrer Anteile an Château Miraval im Jahr 2021 an Tenute del Mondo, ein Weinunternehmen der Stoli Group. Brad zog daraufhin vor Gericht und berief sich auf eine angebliche Vereinbarung, nach der keiner der beiden seine Beteiligung ohne vorherige Rücksprache mit dem anderen verkaufen durfte. Die einstigen Hollywoodpartner hatten sich 2005 bei den Dreharbeiten zu "Mr. & Mrs. Smith" kennengelernt. Nach ihrer Verlobung 2012 heirateten sie zwei Jahre später, bevor 2016 die Trennung folgte. Gemeinsam haben sie sechs Kinder.

Collage: Angelina Jolie und Brad Pitt
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Angelina Jolie und Brad Pitt
Brad Pitt und Angelina Jolies Chateau Miraval in Le Val
Getty Images
Brad Pitt und Angelina Jolies Chateau Miraval in Le Val
Angelina Jolie und Brad Pitt im Jahr 2014
Getty Images
Angelina Jolie und Brad Pitt im Jahr 2014
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