Entführungsdrama um Christina Block wird zur True-Crime-Doku

Entführungsdrama um Christina Block wird zur True-Crime-Doku

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min
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Der Fall um Unternehmerin Christina Block (53) bekommt einen festen Sendeplatz im Fernsehen: Kabel Eins macht das Entführungsdrama zum zentralen Thema der Auftaktfolge der dritten Staffel von "Deutschlands spektakulärste Kriminalfälle". Die neue Runde der True-Crime-Reihe startet am Freitag, dem 30. Oktober 2026, um 20:15 Uhr und läuft bis 22:20 Uhr. Im Mittelpunkt steht der jahrelange Sorgerechtskonflikt zwischen Christina und ihrem früheren Ehemann Stephan Hensel. Dazu gehört auch die Entführung zweier gemeinsamer Kinder durch maskierte Personen in der Silvesternacht 2023/24. Die Dokumentation will vor allem beleuchten, wer den Plan für die Aktion entwickelt haben könnte. Christina muss sich wegen des Falls vor Gericht verantworten. Dort bestreitet die Unternehmerin, vorab in entsprechende Pläne eingeweiht gewesen zu sein. Damit greift der Sender einen Fall auf, der eine komplexe familiäre Auseinandersetzung und schwerwiegende strafrechtliche Vorwürfe miteinander verbindet.

Den Ausgangspunkt des Falls datiert die Dokumentation auf den August 2021. Damals behielt Stephan zwei der gemeinsamen Kinder bei sich in Dänemark. Zum Jahreswechsel 2023/24 wurden die beiden Geschwister dort von Maskierten entführt – ein Ereignis, das den ohnehin seit Jahren andauernden Sorgerechtsstreit weiter zuspitzte. In der Auftaktfolge zeichnet Kabel Eins die Vorgeschichte nach und nimmt die Hintergründe der familiären Auseinandersetzung genauer unter die Lupe. Zugleich steht die weiterhin zentrale Frage im Raum, wie die Entführung vorbereitet wurde und wer hinter dem Plan steckte. Nach der rund zweistündigen Premiere folgen an diesem Abend allerdings keine weiteren neuen Episoden der Staffel. Stattdessen setzt der Sender sein Programm bis in die Nacht hinein mit Wiederholungen verschiedener True-Crime-Formate fort.

Christina und Stephan waren früher miteinander verheiratet und haben gemeinsame Kinder. Wie groß die Belastung für Christina ist, machte auch ihr Bruder Philipp Block gegenüber Bunte öffentlich. In einem Statement schilderte er, wie sehr die erzwungene Trennung von Klara und Theo seine Schwester mitnehme. "Aber vieles von dem, was Mutterschaft ausmacht, wurde Christina genommen: die Nähe, das Gespräch zwischendurch, die Möglichkeit, morgens zu fragen, ob alles in Ordnung ist, und abends zu merken, dass es das ist, oder vielleicht auch mal nicht. Das Recht, die eigenen Kinder aufwachsen zu sehen und für sie da zu sein", schrieb Philipp. Er betonte außerdem, dass von den vier Kindern inzwischen nur noch eines bei Christina lebe.

Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Getty Images
Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott im Landgericht Hamburg, dahinter Gerhard Delling, vor Fortsetzung des Prozesses am 8. Januar 2026
Stephan Hensel im Landgericht Hamburg
Getty Images
Stephan Hensel im Landgericht Hamburg
Gerhard Delling und Christina Block auf dem Weg zum Landgericht Hamburg während des Prozesses um den Entführungsfall der Block-Kinder
Imago
Gerhard Delling und Christina Block auf dem Weg zum Landgericht Hamburg während des Prozesses um den Entführungsfall der Block-Kinder
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