Lothar Matthäus heizt Ronaldo-Drama mit brisanter These an
Lothar Matthäus (65) rechnet nicht mehr mit einer Rückkehr von Cristiano Ronaldo (41) in die portugiesische Nationalmannschaft. Bei RTL erklärte der TV-Experte, der Superstar sei "wahrscheinlich auch unten durch bei der Mannschaft, nicht nur beim Trainer". Der Streit mit Trainer Jorge Jesus wäre demnach nur ein Teil des Problems; auch in der Kabine scheint Cristiano an Rückhalt verloren zu haben. Dabei klingt Lothar eher wehmütig als angriffslustig. "Große Karriere, Glückwunsch an ihn", sagte er, man könne dem Weltstar nur danken. Doch: "Der Abgang hätte würdiger ausfallen müssen." Der Vergleich mit Luka Modrić (41) liegt für ihn nahe, der mit Kroatien 0:7 gegen England unterging: "Das hat Modrić nicht verdient. Das hat Ronaldo nicht verdient." Er hoffe, "dass man sich am Ende noch in die Augen schauen kann."
Während Lothar über ein Ende ohne Happy End nachdenkt, hält Portugals Nationaltrainer Jesus die Tür demonstrativ offen und spricht von einem Missverständnis, das sich aus der Welt schaffen lasse. Nach dem zweiten Sieg ohne Cristiano sagte er: "Ich weiß nicht, was passieren wird, für mich ist alles offen." Cristiano müsse sich vor der Nominierung entscheiden, wie es mit seinem Leben weitergeht; wenn er spielen wolle, könne er "wann immer er will" zurückkommen. Vor dem Rückspiel gegen Norwegen hatte Jorge laut Sport1 betont, es gehe "nicht darum, Cristiano Ronaldo zu ignorieren"; er sei "ein Symbol der Nationalmannschaft und Portugals". An seiner Autorität ließ er keinen Zweifel: Bei der Aufstellung entscheide "niemals, absolut niemand" außer ihm. Verbandspräsident Pedro Proença reiste eigens nach Kopenhagen, um zu vermitteln, und Premierminister Luís Montenegro telefonierte mit allen drei Beteiligten.
Auslöser der Krise war das Nations-League-Spiel in Oslo. Cristiano Ronaldo wärmte sich auf, blieb aber 90 Minuten auf der Bank, obwohl Jorge Jesus ihm laut Record rund 30 Minuten Spielzeit in Aussicht gestellt hatte. Danach verschwand der Stürmer direkt in der Kabine, statt sich bei den Fans zu bedanken. Der spanische Journalist Edu Aguirre behauptete laut Euronews zudem, der Coach habe eine öffentliche Entschuldigung versprochen und nicht geliefert. Später verließ Cristiano das Camp in Kopenhagen und kündigte bei Instagram an, zu "gegebener Zeit" die "Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft" zu erklären. Hinter den Kulissen drängt die Politik auf Klärung, denn bei der WM 2030 soll er als Botschafter auftreten. Lothar bleibt skeptisch: "Ich gehe nicht davon aus, dass er noch ein Länderspiel für Portugal macht."





























