Cristiano Ronaldo (41) verabschiedet sich endgültig von der portugiesischen Nationalmannschaft. Der Fußballstar, der derzeit beim saudi-arabischen Verein Al-Nassr unter Vertrag steht, verkündete seinen Rücktritt heute mit einem emotionalen Instagram-Video. In dem rund fünfminütigen Clip blickt er auf 234 Länderspiele und 146 Tore zurück und richtet sich an die Fans seiner Heimat. "Der Tag ist gekommen, das Trikot mit der Nummer sieben zurückzugeben. Portugal wird immer ein Teil von mir sein", erklärt er darin. Für viele dürfte die Entscheidung überraschend kommen: Noch vor Kurzem hatte Cristiano versichert, weiterhin für die Selecção spielen zu wollen. Mit ihm verabschiedet sich Portugals Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze.
Dem Rücktritt waren Spannungen während der jüngsten Länderspielphase vorausgegangen. Nach zwei von vier geplanten Nations-League-Begegnungen verließ Cristiano das Mannschaftsquartier vorzeitig. Den 2:1-Sieg gegen Norwegen im Ullevaal-Stadion hatte der Kapitän zuvor vollständig auf der Ersatzbank verbracht. Anschließend fehlte er mehrere Tage beim Training und reiste noch vor den Spielen gegen Dänemark und Norwegen in Porto ab. Nationaltrainer Jorge Jesus hatte bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen angekündigt, im Sturm erneut auf Gonçalo Ramos zu setzen. "Der Plan ist, dass er startet. Wenn ich Ronaldo brauche, kommt er rein. Wenn ich ihn nicht brauche, tut er es nicht", erklärte der Coach. Nach seiner Abreise meldete sich Cristiano auf Instagram zu Wort: "Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich allen Portugiesen die Wahrheit darüber erzählen, was dazu geführt hat, dass ich die Nationalmannschaft verlassen habe, der ich mich immer verschrieben habe."
Der portugiesische Fußballverband sanktionierte die eigenmächtige Abreise mit einem 30-tägigen Ausschluss von Länderspielen und einer Geldstrafe von 255 Euro. Nach Auffassung des Disziplinarrats hatte Cristiano vorsätzlich gegen seine Pflichten verstoßen. Seine Laufbahn im Nationalteam begann 2003, als er 18 Jahre alt war. Den größten Triumph erlebte er 2016 mit dem Gewinn der Europameisterschaft. Im Finale gegen Frankreich musste der Spielführer nach 25 Minuten unter Tränen verletzt vom Platz, unterstützte seine Mitspieler danach aber lautstark von der Seitenlinie. Weitere Titel folgten mit den Nations-League-Siegen 2019 und 2025. Nun endet seine mehr als zwei Jahrzehnte lange Zeit im Portugaltrikot unmittelbar nach dem Konflikt mit Jorge.
























