Roy Blacks Tochter spricht über das Leben ohne ihren Vater

Roy Blacks Tochter spricht über das Leben ohne ihren Vater

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Am 9. Oktober 1991 starb Roy Black (†48) völlig überraschend. 35 Jahre später meldet sich seine Tochter Nathalie Böhning zu Wort und erzählt, wie sie ihr Leben ohne den berühmten Vater erlebt hat. Nathalie kam nur 25 Tage vor dem Tod des Schlagerstars zur Welt. Eigene Erinnerungen an ihn konnte sie deshalb nie sammeln. Gegenüber dem Magazin das neue erklärte sie, dass sie sein Fehlen gar nicht als Lücke empfinde: "Wenn man komplett ohne Vater aufgewachsen ist, gibt es nichts, das man vermissen könnte." Vermissen könne man schließlich nur das, was man einmal gekannt habe. Ganz spurlos ist der frühe Verlust dennoch nicht an ihr vorbeigegangen. Denn auch wenn Nathalie nie einen gemeinsamen Alltag mit dem Sänger erleben konnte, hätte sie sich die Chance auf eine persönliche Beziehung gewünscht. "Aber natürlich hätte ich ihn gern kennengelernt", betont sie im Gespräch mit dem Magazin.

Eine Verbindung zu ihrem Vater spürt Nathalie vor allem dann, wenn sie alte Aufnahmen von ihm sieht. In seiner Mimik, seiner Gestik und in seinen Blicken entdeckt sie Parallelen zu sich selbst. "In Filmausschnitten erkenne ich mich selbst", schilderte sie gegenüber das neue. Trotzdem möchte sie nicht ausschließlich über ihre Herkunft wahrgenommen werden. "Ich möchte ganz normal leben und nicht ständig darauf reduziert werden, dass ich die Tochter von Roy Black bin. Das ist keine Leistung, die ich mir selbst erarbeitet habe", betonte sie. Ein Leben im Rampenlicht kam für sie deshalb nicht infrage. Sie lehnte TV-Angebote bewusst ab und entschied sich nach ihrem Studium für einen eigenen beruflichen Weg. Inzwischen arbeitet sie als Unternehmerin und richtet ihren Blick auf ihre persönlichen Ziele. "Ich habe berufliche Pläne und Träume, die ich verwirklichen möchte. Das ist es, was mich ausmacht", erklärt sie dem Magazin.

Nathalies Mutter Carmen Böhning war bis zum Tod des Musikers offiziell zwei Jahre lang mit ihm liiert. Früheren Aussagen Carmens zufolge habe sich Roy sehr über die Geburt seiner Tochter gefreut. Während seines letzten Aufenthalts in einer Fischerhütte, in der er später tot aufgefunden wurde, soll er noch mit Carmen telefoniert haben – sie hielt dabei das gemeinsame Baby im Arm. Aufgewachsen ist Nathalie dann bei ihrer Mutter. Heute betont sie, Carmen habe dafür gesorgt, dass es ihr trotz des fehlenden Vaters an nichts mangelte. Mit ihrer Familiengeschichte geht Nathalie zurückhaltend um und schützt ihr Privatleben weitgehend vor der Öffentlichkeit. Damit wählte sie einen anderen Weg als ihr Halbbruder Torsten Höllerich. Er verdiente zeitweise mit dem Namen Roy Black und seinen Erinnerungen an den Schlagerstar Geld. Nathalie setzt dagegen auf ihre Arbeit als Unternehmerin und auf Vorhaben, die unabhängig von der Karriere ihres Vaters entstanden sind.

Schlagerlegende Roy Black (†)
United Archives GmbH / ActionPress
Schlagerlegende Roy Black (†)
Roy Black, Musiker
ActionPress
Roy Black, Musiker
Roy Black (r.) mit seiner Frau Silke Höllerich und dem gemeinsamen Sohn Torsten
ActionPress/ULLSTEIN BILD
Roy Black (r.) mit seiner Frau Silke Höllerich und dem gemeinsamen Sohn Torsten
Sollte Nathalie weiterhin so zurückhaltend mit ihrer Familiengeschichte umgehen?