

Suizid ihres Bruders Neo veränderte Motsi Mabuses Leben
Motsi Mabuse (45) gewährt tiefe Einblicke in ein Kapitel ihres Lebens, über das sie nur selten spricht: Vor mehr als 30 Jahren nahm sich ihr Bruder Neo das Leben. Im Gespräch mit Bunte schildert die gebürtige Südafrikanerin nun, wie sehr dieser Verlust sie bis heute prägt. Seit dem Tod ihres Bruders versuche sie, ihre engsten Bezugspersonen besonders nah bei sich zu behalten. Die Tänzerin macht deutlich, wie tief das einschneidende Erlebnis bis heute in ihr nachwirkt. "Sein Tod hat mein Leben verändert. Seitdem halte ich die Menschen, die mir nahestehen, sehr eng bei mir", erklärt Motsi gegenüber dem Magazin. Die Erinnerung an Neo ist für sie demnach nicht nur mit Trauer verbunden. Sie beeinflusst auch mehr als drei Jahrzehnte später, wie die Moderatorin Nähe erlebt und mit ihren Liebsten umgeht.
Neben dem Bedürfnis, ihre Liebsten möglichst nah bei sich zu wissen, löste der Verlust bei Motsi noch etwas anderes aus: den Wunsch, ihre Zeit bewusst und intensiv zu nutzen. "Gleichzeitig hat dieser Verlust in mir das Gefühl ausgelöst, jeden Tag so leben zu wollen, als könnte es mein letzter sein", schildert sie im Interview mit Bunte. Was zunächst nach einer positiven und lebensbejahenden Haltung klingt, empfindet die Tänzerin jedoch keineswegs nur als Stärke. Sie macht deutlich, dass diese Haltung auch eine emotionale Last mit sich bringt. "Das klingt vielleicht schön, ist aber nicht immer einfach", stellt Motsi klar. Der frühe Tod ihres Bruders habe damit nicht nur ihr Bewusstsein für die Kostbarkeit gemeinsamer Zeit geschärft. Er sorgt offenbar ebenso dafür, dass die Sorge vor einem erneuten Abschied in ihrem Alltag stets präsent bleibt.
Wie stark ihre Verlustängste tatsächlich sind, zeigt sich vor allem im Zusammenleben mit ihrer Tochter. Schon ein gewöhnlicher Abschied vor dem Unterricht kann bei der Mutter beunruhigende Gedanken auslösen. Wenn ihr Kind morgens zur Schule geht, frage sie sich manchmal: "War das gerade das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe?" Diese Vorstellung wiegt für die Tänzerin schwer. "Dieser Gedanke erzeugt einen unglaublichen Druck", gesteht sie gegenüber Bunte. Damit wird deutlich, dass Neos Suizid Motsi auch in alltäglichen Situationen weiterhin begleitet. Im Fernsehen bekommt das Publikum von diesen schweren Momenten in der Regel nichts mit: Seit 15 Jahren sitzt sie bei Let's Dance in der Jury und begeistert dort Millionen Zuschauer mit Humor, Herz und ehrlichen Gefühlsausbrüchen. Abseits der Kameras trägt Motsi jedoch die Folgen des frühen familiären Verlusts bis heute mit sich – vor allem in Momenten, in denen sie sich von einem geliebten Menschen verabschiedet.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.























