Vor Vergewaltigung: Russell Brand soll Fotos gemacht haben

Vor Vergewaltigung: Russell Brand soll Fotos gemacht haben

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 3 min
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Vor Gericht muss sich Russell Brand (51) derzeit gegen schwerwiegende Vorwürfe verteidigen: Eine von insgesamt sechs Frauen beschuldigt den Schauspieler und Comedian, sie 1999 nach einem Parteitag der Labour Party in einem Hotelzimmer in Bournemouth vergewaltigt zu haben. Wie The Sun berichtet, soll er zuvor lediglich mit knapper Unterhose bekleidet durch das Zimmer gelaufen sein und die Frau aufgefordert haben, Fotos von ihm zu machen. "Ich machte mit meiner Kamera Fotos von ihm – er zwang mich dazu. Ich hatte Angst. Ich weiß noch, dass ich dachte: 'Worauf habe ich mich da nur eingelassen?' – und dann vergewaltigte er mich", schilderte die mutmaßlich Betroffene laut dem Blatt. Russell bestreitet die Vorwürfe, die drei mutmaßliche Vergewaltigungen, drei sexuelle Übergriffe und einen unsittlichen Übergriff zum Nachteil von insgesamt sechs Frauen umfassen. Der Prozess dauert an.

Bei der Polizei gab die Frau an, zunächst völlig überrascht und schockiert von dem Verhalten des Comedians gewesen zu sein. Er habe sein Oberteil ausgezogen, sei durch das Zimmer getanzt und habe erzählt, dass er sich zu Hause meistens nackt aufhalte. Nach den erzwungenen Aufnahmen soll Russell sie aufs Bett gedrückt und ihr die Hose ausgezogen haben. Sie habe versucht, seine Küsse abzuwehren, ausdrücklich Nein gesagt und zeitweise kaum Luft bekommen. Anschließend habe er erklärt, dass er zu seiner Mutter zurückmüsse. Einem Freund soll die Frau am darauffolgenden Tag gesagt haben, dass sie ihre Unterkunft in Bournemouth dringend verlassen müsse. Später habe der Angeklagte laut der vor Gericht wiedergegebenen Aussage eingeräumt, die Situation sei "ein bisschen hitzig und ein bisschen außer Kontrolle geraten" und er sei möglicherweise "ein bisschen zu weit gegangen". Staatsanwältin Riel Karmy-Jones KC bezeichnete ihn vor Gericht laut The Sun als "sexuellen Jäger", der "rücksichtslos, berechnend und manipulativ" vorgegangen sei.

Die Anklage bezieht sich laut Medienberichten auf mutmaßliche Taten aus den Jahren 1999 bis 2009 – einer Zeit, in der Russells Bekanntheit als Entertainer stetig zunahm. Die Vorfälle sollen sich unter anderem an Arbeitsplätzen, in einer Toilettenkabine, in einer Bar und bei ihm zu Hause ereignet haben. Eine damalige MTV-Mitarbeiterin behauptet, Russell habe sie 2001 am Arm gepackt und mit einem verzweifelten, wilden Blick in Richtung Toilette gezogen. Sie habe sich jedoch aus seinem Griff befreien können. Weitere Frauen werfen ihm vor, sie grob angefasst, gegen ihren Willen geküsst oder zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Eine Betroffene habe vergeblich darauf gehofft, dass Menschen aus seinem Umfeld eingreifen würden. Eine Frau, die ihn 2009 nach einer Show kennengelernt hatte, berichtet von zunächst einvernehmlichem Sex und einer anschließenden mutmaßlichen Vergewaltigung. Eine damalige Channel-4-Mitarbeiterin schildert zudem, sie sei unter Druck gesetzt worden, Russell eine Massage zu geben. Der Angeklagte weist sämtliche strafrechtlichen Vorwürfe zurück.

Russell Brand bei seiner Ankunft vor Gericht in London, Oktober 2026
Getty Images
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Russell Brand und Laura Gallacher verlassen das Southwark Crown Court in London nach einer Anhörung zu Vorwürfen, die er bestreitet
Getty Images
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Russell Brand, Comedian
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