Drogen: RAYEs Familie fürchtete, dass sie nicht überlebt

Drogen: RAYEs Familie fürchtete, dass sie nicht überlebt

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

RAYE spricht offen über eine der schwersten Phasen ihres Lebens. Die britische Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Rachel Keen heißt, kämpfte 2019 mit massiven Alkohol- und Drogenproblemen. Im Gespräch mit CBS erinnerte sich die Musikerin nun daran, dass sie damals nahezu ständig unter dem Einfluss von Rauschmitteln gestanden habe. Ihre Familie machte sich große Sorgen und fürchtete zeitweise sogar, sie könnte ihre Sucht nicht überleben. Besonders ihre jüngere Schwester Amma, die zu diesem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt war, übernahm viel Verantwortung. Sie schaute regelmäßig nach RAYE, um sicherzugehen, dass ihr nichts zugestoßen war. "Ich war diejenige, die immer wieder nachsehen musste, ob es ihr gut ging und, ja, ob sie ehrlich gesagt noch am Leben war", schilderte Amma die belastende Situation. Über längere Zeit lebten die Angehörigen offenbar mit der Angst, die Sängerin durch ihre Sucht verlieren zu können.

Lange versuchte RAYE, ihre psychischen Probleme und ihren Drogenkonsum vor ihrer Familie zu verbergen. Teilweise zog sie sich sogar vollständig von ihren Angehörigen zurück. Inzwischen spielen diese jedoch eine wichtige Rolle bei ihrer persönlichen Entwicklung. Besonders ihre Großmutter versuchte damals, ihr in der schwierigen Zeit Kraft zu geben, indem sie ihr regelmäßig Bibelverse schickte. Neben den privaten Problemen hatte die Musikerin auch beruflich mit Rückschlägen zu kämpfen. Bereits im Alter von 17 Jahren unterschrieb sie einen Plattenvertrag bei Polydor Records. Obwohl sie dort fast sieben Jahre unter Vertrag stand, konnte sie in dieser Zeit kein eigenes Album veröffentlichen. Erst 2021 entschied sich RAYE, die Zusammenarbeit mit dem Label zu beenden und ihre Karriere als unabhängige Künstlerin fortzusetzen. Dieser Schritt markierte für sie einen wichtigen Neuanfang.

Ihre Erfahrungen mit Sucht, seelischen Krisen und persönlichen Verletzungen ließ RAYE später in ihre Musik einfließen. Auf ihrem Debütalbum "My 21st Century Blues" verarbeitet sie zahlreiche schwierige Erlebnisse. Während sie in ihrem Song "Escapism" davon erzählt, wie Menschen versuchen, emotionalen Schmerz mit Alkohol, Drogen und unverbindlichem Sex zu verdrängen, beschäftigt sie sich in "Ice Cream Man" mit sexueller Gewalt. Mittlerweile habe sich ihr Umgang mit belastenden Gefühlen jedoch grundlegend verändert. Ihr zweites Album nahm die Sängerin nach eigenen Angaben größtenteils nüchtern auf und arbeitete dabei wesentlich disziplinierter als bei ihrem Debüt. Zwar gönne sie sich gelegentlich noch ein Glas Wein, doch Alkohol nutze sie inzwischen nicht mehr, um unangenehmen Emotionen auszuweichen. Stattdessen habe sie gelernt, sich ihren Problemen bewusster zu stellen und einen liebevolleren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.

Sängerin Raye auf der Met Gala 2024
Getty Images
Sängerin Raye auf der Met Gala 2024
RAYE bei den Brit Awards 2024
Getty Images
RAYE bei den Brit Awards 2024
Raye, Musikerin
Getty Images
Raye, Musikerin
Wie findet ihr es, dass RAYE heute so offen über ihre frühere Sucht spricht?